Besucht:18. Juli 2018
Geschichte:Rudolice nad Bílinou (deutsch: Rudelsdorf an der Biela) ist ein Ortsteil der Stadt Most, von der es etwa 500 Meter südöstlich liegt. Die älteste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1298, doch Keramikfragmente, die 1933 gefunden wurden, belegen, dass das Dorf bereits um das Jahr 1200 bestand, allerdings unter einem anderen Namen. Der größte Teil des Dorfes ging in den Jahren 1298–1349 in den Besitz des Zisterzienserklosters Osek über, das es größtenteils von den Bürgern von Most erwarb. Noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden weitere Eigentümer des Dorfes erwähnt, wie im Jahr 1502 Kateřina aus Markvartce, im Jahr 1504 Klement aus Čepiroh und im Jahr 1551 Martin Daum; diese besaßen jedoch nur einen so geringen Anteil, dass sie hier kein Mitspracherecht hatten. Die Ortschaft blieb bis zum Jahr 1848 Teil des Herrschaftsgebiets des Klosters in Osek; danach wurde Rudolice zu einem Ortsteil der Gemeinde Střimice, gehörte jedoch zum Pfarrbezirk Vtelno. In Rudolice befanden sich ein Gutshof, ein Jagdhaus und eine Mühle, die dem Kloster in Osek gehörten. Die größte Entwicklung erlebte die Gemeinde in den Jahren 1921–1930, als die Zahl der Häuser von 33 auf 170 stieg und die Einwohnerzahl innerhalb von 10 Jahren von 389 auf 1279 anwuchs. Lange Zeit gab es in der Gemeinde keine Schule, und die Kinder besuchten die Schule in Vtelno oder in Most. Aufgrund des Bevölkerungswachstums wurde 1927 der Unterricht in einer Außenstelle der Most-Jungen-Grundschule in Most aufgenommen, und ab 1929 wurde sie zu einer eigenständigen dreiklassigen Grundschule. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts löste sich Rudolice von Střimice und bildete eine eigene Gemeinde, wurde jedoch während der Besatzungszeit Teil von Most. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die tschechische Schule in der Gemeinde geschlossen und in eine deutsche Grundschule umgewandelt. Nach Kriegsende wurde die Schule wieder in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit erlangte Rudolice erneut seine Eigenständigkeit, wurde jedoch bereits 1947 wieder als Teil von Most eingemeindet. Nach 1949 entstand in der Gemeinde eine Maschinen- und Traktorstation, die dort bis 1962 bestand. Der größte Teil der Gemeinde, einschließlich der barocken Kapelle „Mariä Heimsuchung“ aus dem 18. Jahrhundert, wurde in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schrittweise abgerissen, um Platz für den Bau des sogenannten „Most-Korridors“ sowie des neuen Bahn- und Busbahnhofs von Most zu schaffen. Eine Schule mit den Klassen 1 bis 5 gab es in der Gemeinde bis 1969; danach besuchten die Kinder die 3. neunjährige Grundschule in Most. Laut der Volkszählung von 2011 lebten zu dieser Zeit 206 Einwohner in 93 Häusern.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Rudolice_ (Most)
Quelle:http://www.zanikleobce.cz/index.php?detail=1437471
Eindrücke:Ein winziges Dörfchen, das zwar Teil von Most ist, aber dennoch viel zu bieten hat.