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Nová Ves in den Bergen

Informationen

Wappen der Stadt:

Wappen von Nová Ves v Horách

Besucht:21. Juli 2018

Geschichte:Nová Ves v Horách (deutsch Gebirgsneudorf) ist ein Bergdorf im Grenzgebiet des Erzgebirges im Landkreis Most, etwa 15 km Luftlinie nordwestlich der Stadt Most. Die erste Besiedlung steht im Zusammenhang mit dem Erzbergbau im Erzgebirge und erfolgte bereits im 14. und 15. Jahrhundert. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich jedoch erst in einer Urkunde, die 1564 auf der Burg Most ausgestellt wurde, als er von Magdalena und Anna von Veitmile gegründet wurde. Damals gehörte das Dorf zum Schlossgut und hieß Rottendorf (vom deutschen Wort „roden“ = roden). Nová Ves ist ein Beispiel für die damalige Besiedlungsweise, bei der das Land in gleichmäßige Streifen aufgeteilt wurde, die sich vom Talfuß bis zum Gipfel erstreckten. Die Häuser wurden entlang der Straße errichtet, und die Felder erstreckten sich hinter den Häusern. Als Kaiser Rudolf II. im Jahr 1585 die Burg Most samt allem Zubehör an Ladislav von Lobkovic verkaufte, ging Nová Ves in dessen Besitz über. Als Ladislav in Ungnade fiel, wurde sein Besitz vom Kaiser beschlagnahmt, und Rudolf II. verkaufte die Burg Most im Jahr 1595 diesmal an die Stadt Most. Ende des 16. Jahrhunderts breitete sich in Nová Ves der Protestantismus aus dem benachbarten Sachsen aus. Nach der Schlacht am Weißen Berg kam es zur Rekatholisierung, und so zogen viele der hiesigen Einwohner evangelischen Glaubens lieber über die Grenze, wo sie auf der sächsischen Seite ein neues Dorf gründeten. Dieses hieß Deutschneudorf oder Deutsche Nová Ves, und das ursprüngliche Dorf begann, sich als Gebirgsneudorf – Nová Ves v Horách – zu unterscheiden. Die Rekatholisierung in diesem Dorf wurde 1629 abgeschlossen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts kam zu den traditionellen lokalen Wirtschaftszweigen wie Landwirtschaft oder Forstwirtschaft die Klöppelei hinzu. Im Jahr 1690 ging Nová Ves v Horách erneut in den Besitz der Familie Lobkovic über, die es in ihr Gut Nové Sedlo-Jezeří eingliederte, zu dem es bis zum Jahr 1848 gehörte. Nach der Verwaltungsreform im Jahr 1850 wurde Nová Ves v Horách zu einer eigenständigen Gemeinde, der die Weiler Lesná, Mikulovice und Mariánské Údolí angegliedert wurden. In der Zwischenzeit, an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, wurde auch die Herstellung von Holzspielzeug zu einem wichtigen Erwerbszweig der hiesigen Bevölkerung. Im Jahr 1969 werden hier insgesamt 883 Einwohner erwähnt, deren Zahl in der Folgezeit weiter anstieg. Im Laufe des 19. Jahrhunderts begaben sich die Einwohner auch in die Braunkohlegebiete zur Arbeit. Seinen Bevölkerungshöchststand erreichte das Dorf im Jahr 1910, als hier 1.175 Einwohner lebten. Noch im Jahr 1930 lebten hier 1.059 Einwohner, doch dann kam der Zweite Weltkrieg. Währenddessen entstand in dieser Gemeinde ein Kriegsgefangenenlager, in dem vor allem französische Kriegsgefangene untergebracht waren, die in den Wäldern arbeiteten. Nach dem Krieg kam es zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung und zur Ansiedlung von Bewohnern aus dem Landesinneren in dieser Gemeinde, was zur Folge hatte, dass hier im Jahr 1950 nur noch 383 Einwohner lebten. Das Dorf Mariánské údolí trennte sich 1957 ab und wurde Teil von Horní Jiřetín. Im Gegenzug wurde 1960 die Siedlung Mníšek diesem Dorf angegliedert. Noch in den 60er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl auf über 400, sank dann aber bis 1991 wieder auf 316. Laut der Volkszählung von 2011 lebten hier 353 Einwohner, der Rest sind Ferienhäuser, die im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach und nach entstanden sind.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%A1_Ves_v_Hor%C3%A1ch

Quelle:https://www.novavesvhorach.cz/historie/

Eindrücke:Ein großes Dorf, in dem es einige Sehenswürdigkeiten gibt.

Karte von

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

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