Besucht:18. Juli 2018
Geschichte:Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein Galgenhügel, wie auch der Name des Hügels belegt. Nach der Abschaffung der Hinrichtungsstätten im 18. Jahrhundert diente dieser Ort anschließend als Militärübungsplatz. Die größte Besonderheit dieses Hügels zeigte sich jedoch während des Zweiten Weltkriegs. Zu dieser Zeit besaßen die Nationalsozialisten ein riesiges Chemiewerk in Záluží bei Litvínov, das Benzin für die Kriegsmaschinerie produzierte. Dieses Werk musste gegen Luftangriffe der Alliierten verteidigt werden, weshalb in seiner Umgebung Stellungen der Luftabwehr errichtet wurden. Die interessanteste Stellung befand sich auf diesem Hügel. Es ist nicht bekannt, wann sie errichtet wurde, aber es ist bekannt, dass sich hier fünf schwere Flak-Geschütze mit einem Kaliber von 128 mm befanden. Diese Waffe feuerte bis zu 27,9 kg schwere Geschosse mit einer Geschwindigkeit von 880 m/s auf eine Entfernung von 20.900 Metern und in eine Höhe von 14.800 Metern ab. Dank dieser Eigenschaften waren diese Geschütze die beeindruckendsten und gefährlichsten Flugabwehrwaffen, die bis zu 10 Geschosse pro Minute abfeuern konnten. Diese Geschütze wurden von der Firma Rheinmetall-Borsig AG hergestellt, und dieser Geschütztyp wurde sogar in Berlin gegen schwere russische Panzer eingesetzt, die sie erfolgreich zerstörten. Von diesen Kanonen sind auf diesem Hügel noch die Betonfundamente erhalten, in denen die Geschütze aufgestellt waren. Im Jahr 2017 wurde eines dieser Fundamente auf dem Gipfel des Šibeník-Hügels freigelegt.
Quelle:https://mostecky.denik.cz/zpravy_region/flaky-v-parku-na-sibeniku-dosud-obestira-rada-tajemstvi-20171025.html
Quelle:https://mostecky.denik.cz/zpravy_region/archeologove-nasli-uprostred-mostu-nacistickou-zakladnu-20171009.html
Quelle:https://www.valka.cz/12-8-cm-Flak-40-44-45-t34493
Eindrücke:Ein interessanter Abschnitt der hiesigen Geschichte, der zwar etwas jüngeren Datums ist, dafür aber umso beeindruckender.