Besucht:20. Juli 2018
Geschichte:
Mníšek (deutsch Einsiedl) ist ein kleines Dorf im Erzgebirge auf einer Höhe von 700 bis 765 Metern, etwa 8,5 km nordwestlich von Litvínov. Die Gemeinde entstand an einer alten Handelsstraße, die von Prag über das Erzgebirge nach Sachsen führte. Die Straße von Most führte weiter nach Janov und Křížatky und von dort über Mníšek und Sayda nach Freiberg. Archäologische Funde belegen, dass es hier bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine Besiedlung gab. Die erste schriftliche Erwähnung stammt erst aus dem Jahr 1425, als Mníšek als Zollstelle der Burg Most erwähnt wird. Im Jahr 1560 wurden an diesem Ort eine Einsiedelei und eine Kapelle für die Mönche von Osek geweiht. Die Gründung der ursprünglichen Einsiedelei lässt sich ebenfalls auf den Beginn des 13. Jahrhunderts datieren. Der Ort diente den Mönchen als Raststätte auf ihren Pilgerreisen zum sächsischen Kloster Altzella und als Ausgangspunkt für ihre Suche nach Erzen. Dabei entdeckten sie nicht nur Silber, sondern es wird auch angenommen, dass sie an der Entdeckung von Kupferadern im deutschen Mníšek beteiligt waren. Von der Anwesenheit der Mönche erhielt die Siedlung auch ihren Namen. Im Jahr 1562 schenkte Jan von Veitmile mit der Erlaubnis seines Vaters Sebastian von Veitmile seinen siebzehn Lehnsmännern einen Teil des Waldes, damit sie das Gebiet roden und besiedeln konnten. Die Gründung der Siedlung steht in engem Zusammenhang mit dem Silberbergbau, vor allem aber mit dem hohen Holzverbrauch beim Betrieb der Hütten. Im Jahr 1613 wurde die Gemeinde von einer Pestepidemie heimgesucht, der die meisten Einwohner zum Opfer fielen. Die Überlebenden begründeten daraufhin die Tradition einer jährlichen Wallfahrt zum Fest der Heiligen Rosalia, der Schutzpatronin gegen die Pest, nach Nová Ves v Horách. Während der Napoleonischen Kriege wurde Mníšek von französischen Soldaten geplündert. Die Bevölkerung versteckte sich während der kurzen Besatzungszeit in den umliegenden Wäldern. Auch im 19. Jahrhundert verlor die frühere Handelsstraße zwischen Böhmen und Sachsen nicht an Bedeutung, und in den Jahren 1841–1844 wurde hier eine Straße gebaut. Die feierliche Eröffnung der Straße fand am 23. August 1844 in Anwesenheit des österreichischen Erzherzogs Stephan statt. Bereits 1835 wurde im Ort eine Schule errichtet, und 1887 wurde ein neues Schulgebäude gebaut. Im Jahr 1885 wurde hier auch ein Postamt eröffnet. Den Aufzeichnungen zufolge lebten hier im Jahr 1869 475 Einwohner, und die höchste Einwohnerzahl erreichte das Dorf im Jahr 1880, als hier 524 Einwohner lebten. In den Jahren 1869–1910 war Mníšek ein Ortsteil der Gemeinde Janov, danach war es eine eigenständige Gemeinde. Die Bevölkerung lebte überwiegend von der Arbeit im Forstamt, das der Stadt Most gehörte; ein Teil der Einwohner beschäftigte sich mit der Holzverarbeitung und der Herstellung von Holzspielzeug. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Mníšek zu einem beliebten Ausflugsziel und Urlaubsort. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1930, lebten hier insgesamt 396 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die überwiegend deutsche Bevölkerung vertrieben, und viele verlassene Gebäude verfielen und wurden dem Erdboden gleichgemacht. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Einwohnerzahl, die 1950 nur noch 59 betrug und anschließend rapide sank. Seit 1961 ist es ein Ortsteil von Nová Ves v Horách. Mníšek entwickelte sich nach und nach zu einem Erholungsort. Im selben Jahr lebten hier bereits nur noch 18 Einwohner, 1980 nur noch 5 und 1991 sogar 0. Zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung im Jahr 2011 lebten hier 15 Einwohner.Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Mn%C3%AD%C5%A1ek_(Nová Ves v Horách)3 % (a1)
Eindrücke:Ein winziges Dorf mit einigen Sehenswürdigkeiten und wunderschöner Natur.