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Most – Denkmal für Tomáš Garrigue Masaryk

Informationen

Besucht:28. Februar 2018

Geschichte:Am 27. November 1933 beschlossen die Vertreter der Stadt Most, ein Denkmal für Tomáš Garrigue Masaryk zu errichten. Das eingesetzte Komitee für die Errichtung des T. G. Masaryk-Denkmals in Most forderte sowohl die örtlichen Sudetendeutschen als auch Vertreter der jüdischen Gemeinde auf, Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Zahlreiche örtliche Vereine, Gemeinden, Einrichtungen und Betriebe wurden angesprochen. Es gingen auch zahlreiche Spenden ein. Es wurden viele verschiedene Veranstaltungen zugunsten der Errichtung des Denkmals organisiert. Innerhalb von drei Monaten kamen so viele finanzielle Mittel zusammen, dass die Errichtung des Denkmals finanziell fast gesichert war. Mit der Gestaltung des Denkmals wurde der Bildhauer Josef Fojtík beauftragt, den Entwurf für den Sockel entwarf der Architekt H. Mayer aus Most, und die Statue selbst wurde von der Firma Barták in Prag gegossen. Die Herstellung des Sockels wurde der Firma Burghart aus Most in Auftrag gegeben. Das Denkmal wurde am 28. Oktober 1935 feierlich enthüllt (dreißigtausend Menschen waren anwesend) und damit erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Drei Jahre später, am 27. Oktober 1938, wurde das Denkmal von den Deutschen entfernt, und im März 1940 wurde die Statue eingeschmolzen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde nach dem ursprünglichen Modell des Bildhauers Josef Fojtík eine neue Statue gegossen. Die feierliche Enthüllung fand am Sonntag, dem 29. September 1946, statt, allerdings mit weitaus weniger öffentlicher Aufmerksamkeit als im Jahr 1935. Im Jahr 1953 wurde beschlossen, auch diese Statue zu beseitigen. Die Entfernung erfolgte zwei Jahre später, im Jahr 1955, als sie in ein Museum gebracht wurde, wo sie bis 1978 gelagert blieb. Damals wurde die Statue nach Meziboří transportiert, wo sie in kleine Stücke zersägt wurde. Das so gewonnene Metall sollte für ein Denkmal zur Befreiung verwendet werden, doch dieses Material erwies sich als ungeeignet. Die Kisten mit den zersägten kleinen Stücken der Statue wurden in die Besserungsanstalt in Bělušice gebracht und dort versteckt, wo sie nach November 1989 entdeckt wurden. Es folgten zwei erfolglose Versuche, die Statue zu restaurieren; der erste Versuch erfolgte noch im Dezember 1989, der zweite im März 1992.

Die Idee zur Restaurierung des Denkmals ging auf Jaroslav Šindelář junior, den Architekten Jan Beran, František Ryba und Václav Valný zurück. Bei einer öffentlichen Spendenaktion, die von Ende Februar 2012 bis Ende 2013 stattfand, kamen 837.000 CZK zusammen; den Rest der Mittel stellte die Stadt Most aus ihrem Haushalt zur Verfügung. Das Bronzedenkmal für T. G. Masaryk wurde mit Gesamtkosten von 1,86 Millionen Kč restauriert. Anhand von Fragmenten der ursprünglichen Statue rekonstruierten Jaroslav Šindelář junior und sein Cousin Ondřej Šindelář die drei Meter hohe Bronzestatue. Die Fragmente der ursprünglichen Statue erhielten sie im Mai 2012 und arbeiteten bis November 2013 an der Rekonstruktion, als ihr Gipsmodell in die Gießerei „Ještědský bronz“ in Mníšek bei Liberec gebracht wurde. Am Mittwoch, dem 23. September 2014, wurde die Statue zum dritten Mal feierlich an einem Standort in der Nähe des Rathauses, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel Cascade und zum Stadttheater, enthüllt. Die restaurierte Statue von T. G. Masaryk ist keine perfekte Nachbildung. Sie wurde aus 250, oft beschädigten Fragmenten zusammengesetzt. Bei der Restaurierung stützte man sich auf fotografische Unterlagen, wobei das Bestreben bestand, dem Originalwerk so originalgetreu wie möglich nahezukommen. Die Restaurierungsarbeiten umfassten das Sammeln von Archivfotos des Originalwerks. Dabei leisteten auch die Bürger der Stadt Most einen großen Beitrag. Ein Abguss des Kopfes der TGM-Statue des Bildhauers Josef Fojtík wurde im Besitz der Filiale der Česká spořitelna in Rakovník gefunden. Die einzelnen Fragmente der Statue wurden nach und nach von Oxidablagerungen und Verunreinigungen gereinigt, und ihre Position wurde bestimmt. Die größte Schwierigkeit bestand darin, dass die Statue nicht nur zersägt, sondern an vielen Stellen auch durch unsachgemäße Handhabung oder absichtlich verformt worden war. Die Verformungen der Fragmente erschwerten die Suche nach der richtigen Position der einzelnen Teile erheblich. Die Teile der Skulptur wurden dann zu größeren Einheiten zusammengesetzt und nach und nach in Gips abgeformt. Schließlich wurde das gesamte Torso an einer Tragkonstruktion befestigt. Die nicht erhaltenen Teile des Werks mussten ersetzt werden.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Pomník_T._G._Masaryk_(Most)

Eindrücke:Eine schöne Skulptur, die versucht, das ursprüngliche Original wiederherzustellen.

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