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Mariánské Radčice

Informationen

Wappen der Stadt:

491px-Wappen von Mariánské Radčice

Besucht:19. Juli 2018

Geschichte:Mariánské Radčice (deutsch Maria Ratschitz) ist eine Gemeinde, die etwa 5 Kilometer südöstlich von Litvínov am Ufer des Radčický-Baches liegt. Ursprünglich wurde an dieser Stelle irgendwann im 13. Jahrhundert ein Wallfahrtsort gegründet, und in der Folge begann sich um diesen Ort herum eine kleine Siedlung zu entwickeln, die erstmals im Jahr 1341 in einer königlichen Urkunde unter dem Namen Retschicz erwähnt wird. Die gesamte Geschichte dieser Gemeinde ist mit dem nahegelegenen Kloster Osek verbunden, das diese Gemeinde bis zur Verwaltungsreform von 1850 besaß, als die Gemeinde selbstständig wurde und die Gemeinden Lom und Libkovice ihr unterstellt wurden. Im Jahr 1859 wurde diese Gemeinde in Mariánské Radčice umbenannt. Im Jahr 1869 werden hier insgesamt 399 Einwohner in 67 Häusern verzeichnet. Im Jahr 1876 trennten sich beide Dörfer von Mariánské Radčice, sodass sich Mariánské Radčice fortan selbst verwaltete. In der Folge begann in der Umgebung der Gemeinde nach und nach ein massiver Kohleabbau, der zu einem Bevölkerungswachstum führte, sodass die Einwohnerzahl bis 1921 auf 1.007 anstieg. Es folgten der Zweite Weltkrieg und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, woraufhin Menschen aus dem Landesinneren angesiedelt wurden, was neben dem Verlust von Traditionen und Volksbräuchen auch zu einem Rückgang der Einwohnerzahl führte, die laut der Volkszählung von 1950 auf 763 Einwohner sank. Nach dem Umsturz im Jahr 1948 kam es leider auch zum Erlöschen der hiesigen Wallfahrtstradition, die eine enorme, fast landesweite Bedeutung hatte. In den 70er und 80er Jahren diente diese Gemeinde ähnlich wie Vtelno als Relikt untergegangener Ortschaften infolge des Kohleabbaus. Leider drohte diesem Ort zu dieser Zeit aufgrund des Bergbaus ebenfalls das Verschwinden, doch glücklicherweise ist es bisher nicht dazu gekommen und wird hoffentlich auch nicht dazu kommen. Schließlich knüpften Mitglieder des Zisterzienserordens im Jahr 1989 an die Pilgertradition an, und so fanden hier wieder Wallfahrten statt. Laut der Volkszählung von 2011 lebten hier insgesamt 441 Einwohner.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A1nsk%C3%A9_Ratgeber

Eindrücke:Ein wunderschönes Dörfchen, das eher an längst verschwundene Ortschaften erinnert.

Karte von

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

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