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Litvínov – Denkmal für die Opfer des Bergwerks Pluto

Informationen

Besucht:20. Juli 2018

Geschichte:Dieses Denkmal wurde irgendwann nach der Tragödie errichtet, die sich am 3. September 1981 ereignete. Das Denkmal sieht aus wie ein Grabstein mit einer Bergarbeiterstatue und einer Gedenktafel. Diese Tragödie forderte insgesamt 65 Todesopfer unter den Bergleuten und verursachte Sachschäden in Höhe von 50 Millionen Kronen. Und was ist hier eigentlich passiert? Das gesamte Bergwerk verfügte zu dieser Zeit über zwei Förderschächte, nämlich den Schacht Pluto II und den Schacht B, sowie über einen Abluftschacht V. Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass zum Zeitpunkt dieses Unglücks keine Sprengarbeiten durchgeführt wurden; es wurden lediglich Vorbereitungen getroffen und Sprengstoff in die Bohrlöcher eingebracht, dieser wurde jedoch nicht gezündet. Anschließend wurde um 15:33 Uhr eine gewaltige Explosion registriert, die eine bis zu 15 Meter hohe Staubwolke über den Förderturm schleuderte. Auf diese große Explosion folgten drei weitere kleinere Explosionen. Diese Explosionen verursachten Schäden am Förderturm Pluto II und am Entlüftungsschacht V. Außerdem wurde die Verbindung zum Bergwerk unterbrochen und die künstliche Belüftung des Bergwerks gestoppt. Das Einzige, was noch funktionierte, war die Telefonverbindung. Die überlebenden Bergleute berichteten, dass sie „das Brennen von Stromkabeln spürten“ und auch „einen Geruch wahrnahmen, der typisch für Sprengarbeiten ist“. Diese wurden jedoch vor dem Unglück nicht durchgeführt. Um 15:34 Uhr wurde versucht, die Besatzungen aus dem Bergwerk abzurufen, was jedoch erfolglos blieb, sodass um 15:35 Uhr der Rettungsdienst der HBZS Most alarmiert wurde. Innerhalb von 23 Minuten trafen die Rettungskräfte am Bergwerk ein. Um 16:15 Uhr kamen die ersten 16 Bergleute aus dem Bergwerk. Um 16:50 Uhr wurden 39 Bergleute und ein Toter aus dem Bergwerk geborgen. Nach 17 Uhr traten Brände auf, die nach und nach gelöscht werden mussten. Danach wurden nur noch Opfer gefunden. Die letzte Rettungsmannschaft betrat das Bergwerk am 4. September 1981 um 5:45 Uhr. Noch am selben Tag wurden 26 Opfer geborgen. Anschließend wurden die Aufräumarbeiten mit Hilfe von Atemgeräten bei erhöhten Temperaturen fortgesetzt, und so wurde der letzte Tote am 11. Dezember 1981 geborgen. Die anschließende Untersuchung dieser Tragödie ergab keine Schuld, und schließlich wurde das Strafverfahren im September 1988 eingestellt.

Quelle:http://www.zdarbuh.cz/dulni-nestesti/katastrofa-na-dole-pluto-ii-39-1981/

Eindrücke:Ein schlichtes Denkmal, das an die größte Bergbau-Katastrophe in Nordböhmen erinnert.

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