Besucht:19. Juli 2018
Geschichte:Am 17. April 1945 flog eine Staffel alliierter Bomber in Richtung des Bahnhofs in Ústí nad Labem, den sie bombardieren sollten. Diese Bomber wurden von einer Staffel von Jagdflugzeugen begleitet. Unter den Jagdfliegern befand sich auch der 21-jährige John Halstead Banks III. Dieser Mann griff die Flugabwehr am Bahnhof in Lom an, doch dort wurde sein Flugzeug von einer Granate getroffen. Der Pilot konnte sich retten und sprang mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug. Leider verfing sich sein Fallschirm in einem Baum neben einem Schulgebäude. Sofort eilten deutsche Anwohner herbei, und Rudolf Hoffman kletterte auf den Baum, um den Fallschirm abzuschneiden. Sobald der Pilot auf dem Boden aufschlug, wurde er von der zuschauenden deutschen Menge verprügelt; in der Menge befanden sich natürlich auch Frauen und Kinder. Die Menge schleppte den zusammengeschlagenen Banks nach Loučná, wo sich zu dieser Zeit ein Kriegsgefangenenlager befand; dort trafen sie jedoch auf Anton Albert, der die Initiative ergriff und beschloss, den Piloten nach Osek zu schleppen. Dorthin gelangte er jedoch nicht mehr, denn bei dem Garten von Františka Kollerová stießen sie den Piloten auf eine Wiese, und dort erschoss Anton Albert ihn, obwohl Banks ihn anfleht, ihn nicht zu töten, da er zwei Kinder habe. Seine Leiche wurde in eine hölzerne Tränke geworfen, und russische Kriegsgefangene brachten ihn zum Friedhof, wo er ohne Sarg, nur in Unterhosen und einem blutbefleckten Hemd, beigesetzt wurde. Dieses kleine Denkmal wurde diesem Piloten 1993 beim Gemeindeamt errichtet und erinnert so an seinen Grabstein.
Quelle:http://historie.osek.cz/kategorie/epochy-oseka/leta-1938-1948/americti-piloti-v-oseku
Quelle:https://www.mesto-lom.cz/mesto/pametihodnosti/
Eindrücke:Ein schlichtes Denkmal, das an das tragische Schicksal dieses Piloten erinnert.