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Komorany

Informationen

Besucht:18. Juli 2018

Geschichte:Komořany (deutsch Kommern) ist der Name einer ehemaligen Gemeinde im Bezirk Most, die etwa 5 km westlich der Altstadt von Most auf einer Höhe von 231 Metern lag. Komořany lag am Ufer des Komořaner Sees. Die älteste schriftliche Erwähnung der Ortschaft stammt aus dem Jahr 1250, als König Wenzel I. dem Kloster Osek die Hälfte der Fischerrechte und einen Teil des Sees schenkte. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war das Dorf auf mehrere Eigentümer aufgeteilt. Ein Teil gehörte dem Kloster Osek, ein Teil der Gemeinde gehörte zur Burg Most und ein Teil gehörte zum Gut Červený Hrádek. Diesen Teil von Komořany erwarb im Jahr 1612 Bohuslav von Michalovice, dem er jedoch 1621 wegen seiner Beteiligung am Ständeaufstand beschlagnahmt und im darauffolgenden Jahr an Wilhelm den Jüngeren von Lobkovice verkauft wurde. Als die Stadt Most im Jahr 1595 die Burg Hněvín von Rudolf II. erwarb, erhielt sie gleichzeitig auch einen Teil der Gemeinde Komořany. Die Stadt verkaufte ihren Teil im Jahr 1689 an die Familie Lobkovic, die die gesamte Gemeinde in ihr Gut Nové Sedlo-Jezeří eingliederte, zu dem die Gemeinde bis zum Jahr 1848 gehörte. Im Jahr 1701 wurde in der Gemeinde die St.-Anna-Kapelle errichtet, die jedoch 1838 abgerissen und an ihrer Stelle durch eine pseudogotische St.-Anna-Kapelle ersetzt wurde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde auf dem örtlichen Friedhof zudem eine Kapelle im Empire-Stil errichtet. Im Jahr 1838 wurde die Gemeinde von einem verheerenden Brand heimgesucht, der jedoch das Bevölkerungswachstum nicht aufhalten konnte. Im Jahr 1861 gab es hier 78 Häuser mit 464 Einwohnern, doch bereits im Jahr 1900 lebten hier 2.108 Einwohner. Den Lebensunterhalt der Einwohner von Komořany sicherte vor allem der See. Nach und nach begann sich der See jedoch mit Schlamm zu verlanden, sodass in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts mit seiner Entwässerung begonnen wurde. Die Trockenlegung trug zur Entwicklung der Landwirtschaft bei; aus den neu entstandenen Flächen wurden fruchtbare Felder und Weiden. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war im Raum Most von einem Aufschwung des Braunkohleabbaus geprägt. In der Umgebung der Gemeinde wurde das Bergwerk „Jupiter“ (1875) in Betrieb genommen, gefolgt vom Bergwerk „Germania“, dem späteren „Fortuna“ (Tagebau 1883, Untertagebau 1885). Der Bergbau trug zum Bevölkerungswachstum bei. Komořany war seit 1850 eine Siedlung der Gemeinde Souše, löste sich jedoch in dieser Zeit des rasanten Wachstums von ihr ab. Während des Zweiten Weltkriegs wurden rund um Komořany mehrere Zwangsarbeitslager für Arbeiter in den Bergwerken und in der Industrie eingerichtet. Im Jahr 1943 nahm nordwestlich der Gemeinde ein Betrieb den Betrieb auf, der als zentrale Werkstatt für die Kohlebergwerke diente. Ebenfalls in der Nähe der Gemeinde begann der Bau des Kraftwerks Komořany. Diese Umstände beeinflussten die Entwicklung der Gemeinde auch nach dem Krieg. Im Jahr 1951 wurde das örtliche Kraftwerk in Betrieb genommen, zu dem 1958 noch ein zweites hinzukam. Im Jahr 1963 wurde ein Heizkraftwerk errichtet, das bis heute die Städte Most und Litvínov (ursprünglich auch Chomutov) versorgt. Das Heizkraftwerk wird heute von der Firma United Energy betrieben. Ein weiteres bedeutendes Unternehmen sind die „Krušnohorské strojírny“, die aus einer ehemaligen Kriegsfabrik hervorgingen, die nach dem Krieg in die „Ústřední dílny Komořany“ umgewandelt wurde. In der Folge ging die Einwohnerzahl schrittweise zurück: Während 1961 noch 1.891 Einwohner hier lebten, waren es 1986 nur noch 244. Im Jahr 1986 begann die Auflösung der Gemeinde, und zum 1. Januar 1988 wurde ihr Katastergebiet der Stadt Most zugeschlagen. Heute ist Komořany ein Ortsteil von Most und erstreckt sich über die Katastergebiete Komořany bei Most, Dřínov bei Komořany, Ervěnice und Třebušice. Vom gesamten Dorf sind somit nur die ursprünglichen Kraftwerke und Bergwerke sowie eine Wegkapelle erhalten geblieben, die nach Vtelno verlegt wurde.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Komořany_ (Most)

Quelle:http://litvinov.sator.eu/kategorie/zanikle-Gemeinden/Komorany/Geschichte von Komorany

Eindrücke:Anfangs war es ein winziges Dörfchen, das sehr schnell wuchs, aber leider ebenso schnell wieder verschwand.

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