Besucht:20. Juli 2018
Geschichte:Archäologische Funde zeigen, dass diese Burg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand und dass ihre Gründer möglicherweise die Herren von Rvenice, dem heutigen Ervěnice, waren. Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt erst aus dem Jahr 1277, als sie Albrecht von Seeberk gehörte, der den Namen dieser Burg, Žeberk, trug. Er stammte aus dem Geschlecht der Herren von Leisnek und war Purkab in Kadaň sowie Inhaber von Bílina und Tachov. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts genügte Žeberk den Besitzern nicht mehr, und sie zogen in eine neu errichtete Burg etwa 3 km nordwestlich auf dem Gipfel des Zámecká hora (684 m ü. M.) bei der Siedlung Pyšná im Bezirk Chomutov. Die größere und leichter zugängliche Burg wurde Nový Žeberk genannt, und das ursprüngliche Žeberk hieß fortan Starý Žeberk. Der Name Žeberk entstand durch die Vertschechischung des ursprünglichen Namens Seeberg, also „Seeberg“, nach dem Komořanský-See, der damals fast bis zum Fuß des Hügels Jezeří reichte. Starý Žeberk gelangte in den Besitz der Herren von Bergov, die im Jahr 1327 als Eigentümer genannt werden. Im Jahr 1383 verkaufte Ota von Bergov beide Žeberks samt einigen Dörfern an Těmo von Koldice. Im Kaufvertrag wird nur der Berg Starý Žeberk erwähnt, sodass die Burg zu dieser Zeit bereits verlassen war. Die Burgbaustelle war von drei Seiten durch sehr steile Hänge geschützt. Zugänglich ist nur die Nordseite, von der aus der Zugangsweg führte. Dieser überwand den Wall, der die Burg von Norden her sicherte. Der Wall begann im Westen an einem schmalen Felsvorsprung, auf dem ein hölzerner Wachturm gestanden haben könnte, und schloss im Osten an den Graben an. Der teilweise in den Felsen gehauene Graben schützte die Burg von Norden und teilweise von Osten, wo er an einem markanten Felsen endete. Hinter dem Graben befand sich eine kleine, halbmondförmige Vorburg. Der Burgkern stand auf zwei Felsen. An den Felsen oberhalb der Vorburg schloss sich ein mit einer Steinmauer befestigter Innenhof an. August Sedláček zeichnete darin ein heute nicht mehr vorhandenes, einfach gewölbtes Tor ein. Im Innenhof ist eine Vertiefung erhalten geblieben, die auf eine Erdhöhle hindeutet. Vom südlichen Teil des Innenhofs gelangte man in einen zweiten Innenhof mit kaum erkennbaren Spuren eines Gebäudes. Über dem zweiten Innenhof erhebt sich ein etwa 23 m langer Felsgrat, auf dem wahrscheinlich ein hölzerner Wohnturm oder ein anderes Gebäude stand.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Star%C3%BD_%C5%BDeberk
Eindrücke:Es war zwar ein anstrengender Aufstieg, aber ich finde, die Aussicht von dieser Ruine ist es wert.