Besucht:20. Juli 2018
Geschichte:Historischen Untersuchungen zufolge fand hier irgendwann zwischen der Mitte des 14. Jahrhunderts und dem 16. Jahrhundert Bergbau statt. In diesem mittelalterlichen Bergwerk wurden Eisenerze abgebaut, worauf auch der ursprüngliche Name des ehemaligen benachbarten Dorfes hinweist, der im Althochdeutschen „Eisenberg“ lautete, was übersetzt „Eisenberg“ bedeutete. Dieser Name taucht dann erstmals im Jahr 1365 in schriftlichen Quellen auf, als Nevlas aus Rvenice den Beinamen „de Aysenberg“ annahm. Etwa 250 Meter von diesem Stollen entfernt wurde das geförderte Erz in den „Wolfsgruben“ geschmolzen. Der gesamte Stollen wurde auf eine Länge von 62,5 Metern vorgetrieben; die Breite des Stollens betrug 80–100 cm, an einigen Stellen jedoch nur 60 cm. In einer Entfernung von 36 Metern vom Eingang wird der Stollen auf eine Breite von 3,5 Metern erweitert, und hier befinden sich zwei Wasserbecken mit einer Tiefe von 20 und 30 cm. Im 19. Jahrhundert kamen die Menschen hierher, um das eisenhaltige Wasser zu holen; anschließend geriet dieser Stollen in Vergessenheit. Der Stollen wurde erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt; zu dieser Zeit wurden hier auch Keramikscherben von Mineralwasserflaschen aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Ursprünglich hatte der Stollen einen steinernen Eingang, der sich neben dem heutigen Eingang befindet. Der heutige Eingang wurde aus Sicherheitsgründen angelegt. Der Stollen selbst ist mit einem Gitter gesichert und wegen der Gefahr für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Quelle:http://rangiroa.sweb.cz/jezeri/stola.html
Eindrücke:Ein interessanter Stollen, in dem am Eingang Spuren von Brandabbaumaßnahmen, aber auch von Abbau mit dem Meißel zu sehen sind.