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Jezeří – Naturschutzgebiet Jezerka

Informationen

Besucht:20. Juli 2018

Geschichte:Das Naturschutzgebiet Jezerka erstreckt sich im Tal des Vesnický-Baches und auf dem Berg Jezeří (706 m ü. M.), im Volksmund Jezerka genannt, nach dem das Naturschutzgebiet benannt ist. Im Westen wird das Tal vom Berg Jedlová (853 m ü. M.) begrenzt, im Norden vom Hügel Homolka (844 m ü. M.), im Nordosten liegt der Jánský vrch (739 m ü. M.) und im Osten der Berg Jezeří, auch Jezerka genannt. Im Süden öffnet sich das Tal zur Most-Senke. Das Naturschutzgebiet liegt auf einer Höhe von 348 bis 705 Metern über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt ist der Vesnický-Bach, der im Süden das Gebiet des Naturschutzgebiets verlässt, und der höchste Punkt ist der Gipfel des Jezeří. Das Schutzgebiet liegt etwa 1,5 km südwestlich des Schlosses Jezeří und 1,5 km nordöstlich der Gemeinde Vysoká Pec im Kataster der heute nicht mehr existierenden Gemeinden Jezeří, Podhůří u Vysoké Pece und Kundratice u Chomutova. Der größte Teil des Gebiets liegt im Bezirk Most, der Rest im Bezirk Chomutov. Das Gebiet des heutigen Naturschutzgebiets war im Besitz der Familie Lobkovic, die hier im Jahr 1908 ein Wildgehege zur Zucht von Hochwild anlegte. Dadurch wurden die hiesigen Wälder aus der üblichen Waldbewirtschaftung ausgenommen und einer fast natürlichen Entwicklung überlassen. Im Jahr 1969 wurde das Gebiet vom Kulturministerium der Tschechoslowakei zum staatlichen Naturschutzgebiet erklärt, 1992 wurde sein Status in nationales Naturschutzgebiet geändert. Der Grund für den Schutz ist vor allem die Erhaltung des natürlichsten und am besten erhaltenen Mischwaldes (vorwiegend Buchenwald) im östlichen Teil des Erzgebirges. Im Naturschutzgebiet kommen mehr als zwanzig Waldtypen vor. Der Wald ist bis zu 250 Jahre alt. Ein weiterer Grund ist der Schutz der geologischen Formationen. Frostverwitterung verformt die Felsen und bildet in ihnen markante Spalten und Risse. Bis zur Ausweisung des Naturschutzgebiets wurden die Felsen hier von Kletterern genutzt, derzeit ist das Klettern jedoch verboten. Auf dem Gebiet des Naturschutzgebiets befinden sich zudem Überreste des historischen Silber- und Eisenerzabbaus. Im Jahr 1981 wurde im Naturschutzgebiet ein 1,8 km langer Lehrpfad in Betrieb genommen (der sogenannte „blaue Pfad“ – benannt nach der Farbe der Wanderwegmarkierung, die hier entlangführte). Heute ist dieser Weg nicht mehr gepflegt und stillgelegt. Innerhalb des Naturschutzgebiets führt lediglich zum Gipfel des Hügels Jezeří eine Abzweigung vom blau markierten Wanderweg von Horní Jiřetín in Richtung Lesná, der ansonsten nördlich außerhalb des Naturschutzgebiets verläuft. Auf der Südseite des Schutzgebiets führt ein gelb markierter Wanderweg vom Schloss Jezeří nach Vysoká Pec. Im Naturschutzgebiet darf man sich nur auf den markierten Wegen bewegen, ansonsten ist es unzugänglich. Das Naturschutzgebiet Jezerka wird vor allem durch den Bergbau im Bergwerk der Tschechoslowakischen Armee beeinflusst, dessen Grenze nur 50 Meter vom südlichen Rand des Naturschutzgebiets entfernt liegt. Bei der Beobachtung der Auswirkungen industrieller Aktivitäten auf die hiesige Vegetation wurde festgestellt, dass der Waldbestand in seiner ursprünglichen Artenzusammensetzung in der Lage ist, den Auswirkungen der Luftverschmutzung wirksam zu widerstehen, und sich trotz der starken Belastung durch Abgase erholt. Die Wälder im Gebiet des Naturschutzgebiets blieben bis Juni 2001 von größeren menschlichen Eingriffen verschont, als eine ausgedehnte Fläche eines alten Buchenwaldes in seinem zentralen Teil abgeholzt wurde.

Was die Flora betrifft, so wurden hier rund 200 Pflanzenarten gezählt. Der Waldbestand besteht vor allem aus Buchen, teilweise aus Eichen, Ahorn, Waldkiefern, Vogelbeeren und vereinzelt aus Fichten. Hier kommen auch zahlreiche geschützte Pflanzen vor, wie die Mehrjährige Mondblume, der Wolfs-Eisenhut, die Langblättrige Okrotice, die Goldköpfige Lilie, die Lilienblättrige Weißblume oder der Borstblättrige Koprnik. Eine Besonderheit des Naturschutzgebiets ist das Vorkommen thermophiler Pflanzen (z. B. der Lilien-Spargel und der Gewöhnliche Hartriegel), die sonst im Böhmischen Mittelgebirge anzutreffen sind und anderswo im Erzgebirge nicht wachsen. Was die Fauna betrifft, so wurde im Reservat in den Jahren 1974–1977 eine faunistische Untersuchung durchgeführt. Dabei wurden 5 Amphibienarten, 5 Reptilienarten, 19 Weichtierarten, 63 Vogelarten und 28 Säugetierarten erfasst. Von dieser Anzahl sind 24 Tierarten geschützt, z. B. die Kreuzotter, der Feuersalamander, die Hohltaube, der Sperber, die Uhu, der Zwergfliegenschnäpper oder die Waldschnepfe. An den Westhängen kommen Damhirsche vor, die hier bereits vor dem Jahr 1813 von den Lobkovics angesiedelt wurden. Mufflons wurden hier in den Jahren 1910 und 1920 angesiedelt. Diese kommen vor allem im östlichen Teil des Naturschutzgebiets vor. Von den seltenen Insektenarten wurden hier beispielsweise der Alpenbock, der Große Hirschkäfer, der Goldköpfchen, der Braune Waldbock und der Auffällige Fächerkäfer gefunden.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Jezerka_(n%C3%A1rodn%C3%AD_p%C5%99(Naturschutzgebiet)

Eindrücke:Eine wunderschöne Landschaft am Rande eines riesigen Bergwerks.

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