Besucht:20. Juli 2018
Geschichte:Jezeří (deutsch Eisenberg) ist der Name eines verschwundenen Dorfes. Das Dorf gehörte zur Gemeinde Albrechtice und lag etwa 1 km westlich davon am Fuße des Erzgebirges auf einer Höhe von 290 Metern direkt am Fuße des Schlosses Jezeří. Außerdem liegt es etwa 4 km südöstlich von Horní Jiřetín. Bis zum Jahr 1921 trug das Dorf ausschließlich den deutschen Namen Eisenberg. Eisenberg wird erstmals im Jahr 1365 erwähnt, allerdings handelt es sich dabei um eine Erwähnung der Burg; ebenso wie in den folgenden Jahren gibt es Berichte über die Burg, nicht über die Siedlung, die sich erst später in ihrem Vorgebirge bildete. Im Jahr 1623, als der Besitz von Jan Mikuláš Hochhauser aus Hochhauz wegen seiner Beteiligung am Ständeraufstand beschlagnahmt wurde, ist in der Liste des beschlagnahmten Vermögens neben der Burg auch der Gutshof Eisenberk mit einem Vorwerk und einem Weinberg aufgeführt. Mitte des 18. Jahrhunderts befanden sich beim Schloss eine Bleicherei, eine Ziegelei und Herrenhäuser für Handwerker. Im Jahr 1787 wird das Dorf mit 16 Häusern als Eigentum des Fürsten Franz Joseph von Lobkovic erwähnt. Es blieb bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahr 1848 im Besitz dieser Familie. Danach wurde es zu einem Ortsteil der Gemeinde Albrechtice. Den Aufzeichnungen zufolge lebten hier im Jahr 1850 insgesamt 262 Einwohner, was auch die höchste Einwohnerzahl darstellte. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1930, lebten hier 195 Einwohner, doch nach dem Krieg, der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Ansiedlung von Menschen aus dem Landesinneren stieg die Einwohnerzahl bis 1950 auf 210 an. Bis zum Jahr 1960 gehörte es zum Bezirk Chomutov, danach bis zu seiner Auflösung zum Bezirk Most. Bereits Mitte der 1950er Jahre kam es bei Jezeří aufgrund von Bergbauaktivitäten zu einem Erdrutsch, sodass fast die gesamte Siedlung evakuiert wurde. Nur wenige Häuser blieben bewohnt; noch im Jahr 1961 werden hier 18 Einwohner angegeben, 1970 waren es bereits nur noch 8 Einwohner. Doch auch die verbliebenen Häuser wurden Anfang der 1980er Jahre im Zuge der Ausweitung des Kohleabbaus dem Erdboden gleichgemacht.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Jeze%C5%99%C3%AD_(Horný Jíčetín)
Eindrücke:Es ist zwar ein verlassenes Dorf, doch ein Haus steht hier noch immer wie eine Wachburg, nämlich das örtliche Schloss.