Wappen der Stadt:
Besucht:20. Juli 2018
Geschichte:Horní Jiřetín, auf Deutsch Obergeorgenthal, im lokalen Dialekt umgangssprachlich Jörten genannt, ist eine Stadt im Nordwesten Böhmens am Fuße des Erzgebirges, 8 km nördlich von Most und 2 km westlich von Litvínov gelegen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1263 aus einer Urkunde über Lehnsverpflichtungen, als es sich im Besitz eines gewissen Protiva befand, vermutlich eines Mitglieds des bedeutenden Geschlechts der Herren von Rýzmburk oder Hrabišice. Aus dem Jahr 1273 stammt eine Urkunde von König Přemysl Otakar II., durch die die Königsstadt Most die Konkurrenz von Jiřetín, Kopisty und Ervěnice loswurde. Der Name der Gemeinde änderte sich mehrmals, von Jorrenthal im Jahr 1263 über Jurncetin im Jahr 1278, Jurntyn im Jahr 1354 bis hin zu Gyrzietin im Jahr 1459 und später Obergeorgenthal. Im Jahr 1409 wurde Jiřetín in Horní und Dolní aufgeteilt; zu dieser Zeit war Jiřetín im Besitz der Familie Koldic. Im 17. Jahrhundert wurde Horní Jiřetín vom Dreißigjährigen Krieg heimgesucht und anschließend im Jahr 1680 auch von einer großen Pestepidemie, die zu großen Verlusten an Menschenleben und Eigentum führten. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts teilten sich zwei bedeutende Adelsgeschlechter Horní Jiřetín – die Lobkovicové, denen der rechte Uferteil gehörte, und die Valdštejnové, denen der linke Uferteil gehörte; diese beiden Teile trennte der Jiřetínský-Bach. Im Jahr 1644 erhielt diese Gemeinde ihre erste Schule, die sich damals an der Stelle der heutigen sogenannten Oberschule befand. Die hiesigen Bewohner lebten hauptsächlich vom Fischfang auf dem Komořan-See, aber auch von der Landwirtschaft, dem Obstbau und dem Erzabbau. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann sich im Gemeindegebiet die Industrie und der Braunkohleabbau zu entwickeln. Im Jahr 1828 wurde hier eine Baumwollfabrik gegründet, später entstanden auch eine Dampfmühle, eine Spielzeugfabrik, ein Kraftwerk und eine Gerberei. Seit 1868 gehörte die Gemeinde zum Kreis Most. Im Juni 1914 verlieh Kaiser Franz Joseph I. Horní Jiřetín das Stadtrecht. Im Jahr 1930 lebten hier 3481 Einwohner, überwiegend deutscher Nationalität. Horní Jiřetín erlitt Schäden während der Bombardierung der Fabriken in Záluží bei Most im Jahr 1944. Seit dem 10. Oktober 2006 wurde der Gemeinde der Status einer Stadt zurückgegeben.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Horn%C3%AD_Ji%C5%99. Tag
Quelle:https://www.hornijiretin.cz/mesto/o-meste/
Eindrücke:Eine kleine Stadt, in der es viele Sehenswürdigkeiten gibt.