Besucht:19. Juli 2018
Geschichte:Dieses Jagdschloss im spätbarocken Stil ließ der damalige Besitzer des Waldstein-Guts Horní Litvínov–Duchcov, Graf Emanuel Filibert von Waldstein, errichten. Die Bauleitung hatte der Bílinsker Baumeister J. M. Rittig inne. Der Bau selbst dauerte relativ lange, nämlich von 1761 bis 1767, da die Witterungsbedingungen die Arbeiten verzögerten. Die einzelnen Gebäude sind um einen ovalen Innenhof angeordnet. Das Hauptschlossgebäude hat einen rechteckigen Grundriss und ist zweistöckig mit einem Mansarddach. Im Kreis stehen dann die Forststation, das Pförtnerhaus, die Stallungen und die Wagenremisen. Die Einfahrt in das Areal bildet ein Säulentor. Der Name des Schlosses ist eine Zusammensetzung aus den Namen zweier Adelsgeschlechter: der Liechtensteiner und der Waldsteiner. Graf Waldstein schenkte das Schloss seiner Frau Maria Anna von Liechtenstein als Hochzeitsgeschenk, und der Name Lichtenwald sollte symbolisch die Verbindung beider Familien zum Ausdruck bringen. Das Schloss diente der Jagd auf Hirsche, Auerhähne und anderes Wild, später wurde es zu einem Jagdhaus und einer Art Jagdhütte; diesem Zweck diente es während seiner gesamten Existenz. Zum Schloss gehörte das heutige Flájská-Wildgehege, das der Hirschzucht diente. Im 20. Jahrhundert wurden am Gebäude nur teilweise Umbauten vorgenommen. Zu Ehren des verstorbenen Verteidigungsministers Bohumír Bradáč, der sich hier sehr gerne aufhielt, wurde das Schloss 1935 in Bradáčov umbenannt. Im Jahr 1945 ging das Schloss als Konfisziertes in den Besitz des Staates über und wurde der Verwaltung des Forstbetriebs Litvínov unterstellt. Aufgrund mangelnder Instandhaltung verschlechterte sich der Zustand. Im Jahr 1963 wurde eine Generalsanierung abgeschlossen, bei der neue Trennwände eingebaut und Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallationen durchgeführt wurden. Die ursprüngliche Schindeldachdeckung wurde durch Blech ersetzt. Im Jahr 1965 wurde die bisherige Wohnung des Försters auf dem Schlossgelände in Gästezimmer für die staatliche Jagdverwaltung umgewandelt. Im Jahr 1986 wurde das Schloss vermessen, zeichnerisch dokumentiert und sollte renoviert werden. Gleichzeitig wurde eine detaillierte bauhistorische Untersuchung durchgeführt. Leider kam es jedoch nicht zur Sanierung. Derzeit befindet sich dieses Schloss im Besitz einer Privatperson, die jedoch nach und nach versucht, das gesamte Areal zu sanieren. Das gesamte Anwesen ist aus Bruchstein gemauert, und an den Stockwerken sowie an einigen Wänden befindet sich eine Verschalung, die mit verzierten Schindeln bedeckt ist.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Lichtenwald
Eindrücke:Ein interessantes und wunderschönes Schlösschen, das mitten im Wald steht. In der Nähe des Schlosses befand sich ein altes Versöhnungskreuz, das ich jedoch nicht finden konnte.