Besucht:19. Juli 2018
Geschichte:Der Fláje-Stausee ist ein Talstausee, der 1963 am Flájský-Bach auf dem Gebiet der Gemeinde Český Jiřetín in der Nähe der Siedlung Fláje errichtet wurde, die infolge des Baus verschwunden ist. Er dient als Wasserkraftwerk und als Trinkwasserspeicher. Der Staudamm wurde in den Jahren 1951–1964 errichtet. Die Planung erfolgte durch Hydroprojekt Praha, Bauausführung übernahm Vodní stavby Sezimovo Ústí. Der Betrieb wurde 1960 aufgenommen. Für den Materialtransport wurde die Moldauer Bergbahn genutzt, von deren Endstation aus eine Bau-Seilbahn weiterführte. Der Zweck des Fláje-Wasserwerks besteht darin, das Gebiet des nordböhmischen Braunkohlbeckens, wie beispielsweise Most, Litvínov, Krupka und Osek, mit Trinkwasser zu versorgen. Weitere Funktionen sind die Sicherstellung eines Mindestabflusses und die Verringerung des Hochwasserabflusses am Flájský-Bach sowie der teilweise Schutz des Gebiets unterhalb des Damms vor Hochwasser. Er ist Teil des Wasserwirtschaftssystems im Gebiet des nordböhmischen Braunkohlbeckens. Der Staudamm ist einzigartig durch seine hohle Pfeilerkonstruktion, die in der Tschechischen Republik nur an diesem Staudamm zu finden ist und aufgrund dessen zu den Kulturdenkmälern der Tschechischen Republik zählt. Die Hohlkonstruktion wurde aufgrund der begrenzten Zementvorräte zum Zeitpunkt des Baus gewählt. Um die gesamte Wasserfläche des Stausees gilt eine Wasserschutzzone der Stufe I mit Zutrittsverbot.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Vodn%C3%ADBrust-Flaschen
Eindrücke:Ein interessanter Stausee, für den leider ein mittelalterliches Dorf weichen musste.