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Brandov

Informationen

Wappen der Stadt:

546px-Wappen von Brandov

Besucht:21. Juli 2018

Geschichte:Brandov, in Deutschland als Brandau bekannt, ist eine malerische Gemeinde im Landkreis Most in der Region Ústí nad Labem. Diese Gemeinde liegt versteckt in einem Grenzausläufer, der von drei Flüssen gebildet wird – der Svídnice, dem Flájský potok und dem Načetínský potok. Es liegt auf einer Höhe von 543 Metern über dem Meeresspiegel und befindet sich etwa 16 km nordwestlich von Litvínov.

Die Geschichte von Brandov ist eng mit dem Bergbau im Erzgebirge verbunden. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt erst aus dem Jahr 1549, und das wichtigste Abbauprodukt war Eisenerz. Im Jahr 1622 wird hier erstmals eine Kirche erwähnt, und 1780 wurde im Ort ein Pfarramt eingerichtet. Vor 1848 gehörte Brandov zum Gut Červený Hrádek.

Nach 1850 wurde Brandov zu einer eigenständigen Gemeinde mit der Ortschaft Zelený Důl. Zu dieser Zeit begann man hier auch nach Steinkohlevorkommen zu suchen, die schließlich in der Nähe der Gemeinde gefunden wurden. Im Jahr 1853 wurde mit dem Abbau begonnen, und der Schacht erhielt den Namen „Gabriela“ nach der Eigentümerin, Gräfin Buquoy. Nach dem Tod der Gräfin im Jahr 1863 kam es zu einem Rückgang des Bergbaus, und der Besitz der Familie Buquoy ging durch Heirat auf das Haus Hohenlohe-Langenburg über.

Im Jahr 1869 lebten hier 1.229 Einwohner. Im Jahr 1893 kaufte der deutsche Unternehmer Jan Schlutius die Bergwerke von Brandov und steigerte den Abbau erneut. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand am Rande von Brandov eine Bergarbeitersiedlung, was zur weiteren Entwicklung der Gemeinde beitrug.

In den Jahren 1901 bis 1902 wurden in Brandov eine dampfbetriebene Förderanlage und ein Förderturm errichtet. Der Bergwerksbesitzer Jan Schlutius eröffnete 1906 einen zweiten Schacht mit dem Namen „Zdař Bůh“ und ließ daneben ein Verwaltungsgebäude errichten. Dieser neue Schacht war über eine Seilbahn mit der Kohleaufbereitungsanlage verbunden, die sich jenseits der Stadtgrenze bei Olbernhau befand.

Brandov erreichte im Jahr 1910 mit insgesamt 2.896 Einwohnern seinen Bevölkerungshöchststand. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden die Grenzen zu Sachsen geschlossen, und die Kohle wurde in Brandov auf Halden gelagert, bis die Seilbahn wieder in Betrieb genommen werden konnte. Im Jahr 1921 wurde der Bergbaubetrieb eingestellt, da der Abbau nach dem Zusammenbruch der Deutschen Mark unrentabel geworden war. Es gelang nicht mehr, den Bergbaubetrieb vollständig wieder aufzunehmen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1930, wurden 2.473 Einwohner verzeichnet. Während des Krieges fanden in Brandov geologische Erkundungen statt, doch die Arbeiten wurden 1942 eingestellt, da die Vorkommen in den Bergwerken bereits fast erschöpft waren. Neben dem Kohlebergbau lebte die Bevölkerung auch von der Holzverarbeitung, vor allem von der Herstellung von Holzspielzeug.

Nach 1945 kam es zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung, was zu einem drastischen Rückgang der Einwohnerzahl führte. Auch die Ansiedlung von Einwohnern aus dem Landesinneren konnte diesen Rückgang nicht ausgleichen. Im Jahr 1950 lebten hier laut Volkszählung nur 393 Einwohner, und im Jahr 1980 waren es nur noch 269 Einwohner. Im Jahr 2011 wurden hier insgesamt 243 dauerhaft ansässige Personen erfasst. Brandov blickt somit auf eine reiche Geschichte zurück, die in seiner Landschaft und Kultur nach wie vor sichtbar ist.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Brandov

Eindrücke:Ein kleines Dorf mit vielen Sehenswürdigkeiten und einer wunderschönen Natur.

Karte von

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Haus Nr. 129 in Brandov
Haus Nr. 174 in Brandov
Haus Nr. 198 in Brandov
Schloss Brandov in Brandov
Kapelle der Auferstehung des Herrn in Brandov
Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael in Brandov
Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs und des Preußisch-Österreichischen Krieges in Brandov
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