Besucht:19. Juli 2018
Geschichte:Bedřichův Světec, auf Deutsch auch als Schwetz bekannt, ist ein malerisches Dorf, das 9 km südöstlich der Stadt Most liegt. Das Dorf blickt auf eine reiche Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1238 reicht, als es erstmals schriftlich erwähnt wurde. Zu dieser Zeit war Hageno de Zvethis der Besitzer der Festung und des angrenzenden Dorfes.
Im Laufe der Jahre wechselten die Besitzer der Festung und des Dorfes. Im Jahr 1240 waren es Bojslav und sein Bruder Vít, im Jahr 1254 Tomáš und im Jahr 1295 Jan. Im Jahr 1355 erfahren wir, dass die weltlichen Patronen der örtlichen Kirche Bedřich, nach dem die Gemeinde benannt ist, und seine Brüder Jan, Altardiener in der Großen Prager Kirche, Jan, genannt Buch, und Přibyslav waren. Diese Brüder werden noch im Jahr 1373 gemeinsam erwähnt.
Im Jahr 1396 starb Jan, genannt Buch, und im Jahr 1404 befand sich die Festung im Besitz der verbliebenen Brüder Friedrich und Jan. Im Jahr 1470 wurde Jan Buben aus Všebořice Eigentümer von Bedřichov Světec.
Weitere Erwähnungen der Besitzer von Bedřichov-Světec stammen aus den Jahren 1523–1529, als Mikuláš von Černčice und Světec Světec seinen Onkeln Jan und Mikuláš vermachte. Jan von Černčice verkaufte Světec anschließend an Děpolt von Lobkovice.
Bedřichův Světec gehörte bis zum Jahr 1559 zum Gut Bílina, als Kryštof von Lobkovic es an Purkert Kaplíř von Sulevice verkaufte. Genau dieser Verkauf ist die erste schriftliche Erwähnung der hiesigen Festung, die Purkert Kaplíř aus Sulevice wiederherstellen ließ.
Im Jahr 1576 verkauften die vier Söhne den hiesigen Besitz an ihren Verwandten Jiří Kaplíř aus Sulevice und Tuchořice. Sechs Jahre später, im Jahr 1582, erwarb Jan der Jüngere von Lobkovice die Festung, die damit zum zweiten Mal in den Besitz des Bílins-Guts überging. Die Festung verlor jedoch nach und nach ihre Funktion und verschwand spurlos. Heute geht man davon aus, dass sich die Festung ursprünglich auf einem Hügel in der Nähe der St.-Jakobs-Kirche befand.
Seit 1637 gehörte Bedřichův Světec zum Gut Patokryje innerhalb des Lobkovicer Herrschaftsgebiets Bílina. Dieser Zustand hielt bis zum Jahr 1848 an, als Bedřichův Světec zu einer eigenständigen Gemeinde wurde. Im Jahr 1869 lebten hier 154 Menschen in 33 Häusern. Einige Jahre lang war Bedřichův Světec eine Ortschaft der Gemeinde Bečova, wurde aber anschließend wieder eigenständig. Im Jahr 1930 lebten hier insgesamt 148 Menschen.
Nach 1945 wurde in Bedřichov Světec ein eigenständiger Ortsnationalausschuss gebildet, woraufhin die deutsche Bevölkerung vertrieben und durch Menschen aus dem Landesinneren neu angesiedelt wurde. Dies führte dazu, dass hier im Jahr 1950 nur noch 74 Einwohner lebten und ihre Zahl in der Folgezeit weiter sank. Im Jahr 1960 fand eine Gebietsreform statt, und die Gemeinde Bělušice wurde vom ehemaligen Kreis Bílina dem Kreis Most angegliedert. Der lokale Nationalausschuss in Bedřichov Světec wurde aufgelöst und die Gemeinde wurde Bělušice angegliedert. Laut der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2011 lebten hier insgesamt 30 Einwohner.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Bedřichův_Světec
Quelle:Burgen, Schlösser und Festungen in Böhmen, Mähren und Schlesien - Rudolf Anděl
Eindrücke:Ein winziges Dörfchen, in dem sich angeblich die Überreste einer Statue des Heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1774 befinden, die ich jedoch nicht gefunden habe.