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Zbraslavice – Jüdischer Friedhof

Informationen

Besucht:12. Oktober 2019

Geschichte:Bereits das Jahr 1632 gilt als Gründungsjahr des ersten jüdischen Friedhofs in dem als Pančava bezeichneten Ortsteil; dieser wurde jedoch auf Druck des Adels wieder aufgelöst. Ein weiterer Friedhof existierte knapp ein Jahr lang im Jahr 1697 oberhalb der Kudláček-Mühle, doch erst der nächste Versuch, ein sogenanntes „Haus des Lebens“ zu errichten, war von Dauer, und zwar bei Hetlín oberhalb der Spálený-Mühle. Er ist im Jahr 1766 auf einem handgezeichneten Plan dokumentiert, der im Archiv des Jüdischen Museums in Prag aufbewahrt wird. Andere Quellen geben an, dass der Friedhof offenbar im Jahr 1797 angelegt wurde. Die Bestattungsbruderschaft „Chewra Kadisch“ wurde 1692 in der Stadt gegründet und genoss in Zbraslavice eine privilegierte Stellung. Nachdem im Jahr 1906 die Jüdische Gemeinde Kutná Hora Eigentümerin des Friedhofs geworden war, beschloss sie, dessen Verwaltung weiterhin in den Händen dieser örtlichen Bestattungsbruderschaft zu belassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Umfassungsmauer des Geländes abgerissen, und ein Teil der neueren Grabsteine wurde entwendet. In den 1980er Jahren wurde das Friedhofsgelände dann aufgrund der Verlegung von Stromkabeln verkleinert. Im Sommer 2008 wurde das Friedhofsgelände durch ein Tornado beschädigt, das sowohl mehrere Dutzend ausgewachsene Bäume als auch zahlreiche Grabsteine entwurzelte. Das Gelände wurde im folgenden Jahr instand gesetzt; auf dem Grundstück wachsen weiterhin acht Bäume. Bis heute sind etwa 150 überwiegend aus Sandstein und Granit gefertigte Grabsteine erhalten geblieben, die vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1932 datieren; die ältesten noch lesbaren stammen aus den Jahren 1815 und 1834. Laut Fotos aus dem Jahr 1903 wuchsen auf dem Gelände keine Bäume, Ende der 1930er Jahre sind bereits Espen verzeichnet. Die Grabsteine befinden sich im südlichen Teil des Friedhofs und tragen Inschriften sowohl in Hebräisch als auch in Deutsch und Tschechisch. Von der Umfassungsmauer sind nur noch kaum erkennbare Reste erhalten, sodass der Friedhof frei zugänglich ist. Die Leichenhalle ist praktisch nicht erhalten geblieben – an ihrer Stelle ist nur noch eine niedrige, mit Gras und Efeu bewachsene Anhöhe zu sehen.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/%C5%BDidovsk%C3%BD_Friedhof_in_Zbraslavice%C3%ADch

Eindrücke:Es ist schon recht interessant, dass dieser jüdische Friedhof die Gräueltaten der Nazis während des Zweiten Weltkriegs überstanden hat.

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