Wappen der Stadt:
Besucht:12. August 2019
Geschichte:Die Gemeinde Kácov (ursprünglich Kaczow, deutsch Katzow) liegt etwa 7 km nordwestlich von Zruč nad Sázavou. Die erste schriftliche Erwähnung dieser Gemeinde stammt aus dem Jahr 1318, doch bereits zuvor war Arnošt von Talmberk Eigentümer dieses Herrschaftsgebiets. Nach ihm wird im Jahr 1356 Ješek Černčický aus Kácov erwähnt, nach dem das Gut wahrscheinlich an seinen Sohn Vítek Černčický aus Kácov überging, der hier im Jahr 1377 erwähnt wurde. Nach ihm wird hier im Jahr 1392 ein gewisser Jindřich genannt, und anschließend besaßen Kácov seine Söhne Jindřich und Beneš, die von 1393 bis 1402 einen Vormund namens Jan von Skalice hatten und anschließend im Jahr 1412 das Gut unter sich aufteilten. Im Jahr 1454 erwarb Aleš von Šternberk und Holice das hiesige Gut vom König, verstarb jedoch bereits im Jahr 1455. Die weiteren Besitzer, die sich hier häufig ablösten, möchte ich wie folgt nennen:
1459 gingen die einzelnen Teile nach und nach in den Besitz von Jan von Košín über
Im Jahr 1473 erwarb Kuneš von Olbramovice das Gut, wobei er drei Viertel des Gutes beherrschte und es auf seine Söhne Václav und Ondřej überschrieb, die den letzten Teil erhielten
1516 Jan Dvorecký aus Olbramovice
1523–1524 Eva Říčanská aus Olbramovice unter der Vormundschaft ihres Bruders Přecha Dvorecký aus Olbramovice
1535 erwarb Jan Tetour aus Tetov das Gut; nach 1541 seine Söhne Lev und Bedřich
Im Jahr 1551 erwarb Kryštof Jandorf aus Jandorf das Gut
1555 erwirbt Jan Čejka aus Olbramovice das Gut
1564 Václav Čejka aus Olbramovice. Bis zu seiner Volljährigkeit verwalteten die Vormunde Johanka aus Lípa, Petr Hamza aus Záběhovice und Burjan Čejka aus Olbramovice das Gut.
1601: Ritter Karel der Ältere Čejka aus Olbramovice bei Kácov und Zdislavice. Wegen seiner Beteiligung am Ständeaufstand wurde er 1624 zum Verlust der Hälfte seines Guts verurteilt. Das Gut Kácov wurde beschlagnahmt und verkauft.
1623–1626 Jan Werde aus Werdenberg
1626–1628 Oktavian Vchynský
1628–1630 Jan de Witte aus Lilienthal
1630–1635: Witwe Anna, geb. von Glauch
1635–1653 Benigna Katharina von Lobkovic
1653–1656 Sohn Franz Wilhelm Popel von Lobkovic
1656–1682 Franz Scheitler aus Scheitler
1682–1688 Sohn Ferdinand Kryštof Scheitler aus Scheitler
1688–1701 František Bohumír, Freiherr von Kaiserstein
1701–1711: Tochter Anastasia von Kaiserstein unter der Vormundschaft des Grafen Jan Petr Straka von Nedobilice
1711–1725 Karel Jáchym Breda
1725–1726 Karl Richard Schmidlin aus Schmidlin
1726–1741 Herzogin Anna Marie Franziska von Toskana; während ihrer Besitzzeit fand ein umfangreicher Umbau dieses Städtchens statt.
1741–1753 ihre Tochter Marie Anna Karolína
1753–1770 Sohn von Marie Anna Karoline – Kliment Franz, Herzog von Bayern
1770–1777 Kurfürst Maximilian Josef von Bayern
1777–1795 Karl II., Herzog von Zweibrücken
1795–1802 Maximilian Josef, Herzog von Zweibrücken
1802–1815 Kurfürst Ferdinand von Salzburg
1815 – Wiener Kongress: Vertrag über die Abtretung der Ländereien von Ferdinand von Salzburg in Böhmen an den österreichischen Kaiser
1818 – Napoleon Franz Karl Josef Bonaparte, genannt Orlík (1811–1832), Sohn des französischen Kaisers Napoleon und der Erzherzogin Marie Louise von Österreich, erhielt zwölf Landgüter, darunter Kácov, zur lebenslangen Nutzung, und diese wurden zu einem Herzogtum erhoben
Nach dem Zusammenbruch des Feudalismus wurde Kácov zu einer eigenständigen Gemeinde, und diese Eigenständigkeit hat sich bis heute erhalten. Im Jahr 1903 wurde hier eine Eisenbahnstrecke eröffnet, die das Wachstum dieses Städtchens vorantrieb. Laut der Volkszählung von 2019 lebten hier insgesamt 812 Einwohner.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/K%C3%A1cov
Quelle:https://www.kacov.cz/index.php?id=Historie-mestecka&Artikel=Kacovska-Heimatkunde-40
Eindrücke:Eine kleine Gemeinde mit vielen Sehenswürdigkeiten.