Besucht:14. August 2019
Geschichte:Wann genau diese ursprünglich spätgotische Kirche erbaut wurde, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass im Jahr 1352 bereits eine Pfarrei erwähnt wird, was darauf hindeutet, dass die Kirche zu diesem Zeitpunkt bereits stand und den Beinamen „Hrádek“ trug. Aus diesem Beinamen lässt sich schließen, dass sie Teil einer befestigten Anlage oder Festung war. Die Kirche wurde von Ondřej von Dubá gegründet, der der Legende nach in Palästina den Salomon-Tempel besuchte und etwas Erde vom Berg Zion mitbrachte, die er hier verstreute und auf der er diese Kirche errichtete. Um das Jahr 1496 herum wurde der heutige spätgotische Turm errichtet, und im Jahr 1509 wurde für diese Kirche eine Glocke vom Glockengießermeister Ondřej Ptáček aus Kutná Hora gegossen. Diese Glocke war bereits die zweite Glocke für diese Kirche, ist jedoch als einzige bis heute erhalten geblieben. Im Laufe der 80er Jahre des 16. Jahrhunderts wurde der Turm umgebaut, wobei das heutige Holzstockwerk mit dem Glockenstuhl entstand. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1663 verlor diese Kirche ihren Status als Pfarrkirche und wurde einer Filialkirche der Pfarrei in Bykáň. Die Kirche wurde irgendwann zu Beginn des 18. Jahrhunderts barock umgebaut, wodurch sie im Wesentlichen ihr heutiges Aussehen erhielt, und schließlich wurde sie im Jahr 1765 weiteren barocken Umbauten unterzogen, bei denen eine neue Leichenhalle sowie ein neuer Vorraum errichtet wurden. Im 19. Jahrhundert erhielt die Kirche einen neuen Dachstuhl und ein niedrigeres Dach. Dieser Umbau war dann der letzte, wodurch sich von außen das barocke Kirchenschiff mit dem spätgotischen Turm erhalten hat. Dieser Anblick wirkt meiner Meinung nach sehr interessant. Leider wurde diese Kirche im Jahr 1989 ausgeraubt, wodurch die dortigen Gemälde und weitere Gegenstände aus der Kirche verschwanden.
Quelle:https://www.pamatkovykatalog.cz/kostel-sv-ondreje-15440363
Quelle:Bildungstafel
Eindrücke:Eine sehr interessante kleine Kirche, die als eines der Wahrzeichen dieses Ortes emporragt.