Besucht:31. 9. 2021
Geschichte:Želina (deutsch: Seelau, Sehlau, aber auch Sechlau) ist ein kleines Dorf, das etwa 1,5 km nordwestlich von Rokle liegt. Der Name des Dorfes kann von dem Personennamen Žela oder von dem slawischen Wort želj abgeleitet werden, das Hügel oder Anhöhe bedeutet. In historischen Quellen erscheint der Name des Dorfes in folgenden Formen: Zelyna (1352), Zelina (1363), Selen (1499), Sela (1509), Seela und Seehla (1646), Sehlau (1676), Selau (1720), Selau, Zhlaw oder Zehlawia (1787 und 1846), Zelina und Seelau (1848) und Zelina, Seelau, Sehlau (1854). Die erste schriftliche Erwähnung von Želina im Jahr 1337 findet sich in den Inquisitionsprotokollen, und die Existenz der örtlichen St.-Lorenz-Kirche, die unter dem Patronat der böhmischen Herrscher stand, ist 1352 belegt. Irgendwann in den 1380er Jahren soll hier ein Kloster der Magdalenerinnen gegründet worden sein, dessen Existenz jedoch weder durch zuverlässige Quellen noch durch Archäologie belegt ist. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehörte die Siedlung der Familie der Rurentwarck von Kadan, die sie 1479 an Gabriel Leymer verkaufte, von dem sie an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert von einem anderen Bürger Baltazar von Jesen erworben wurde. Jahrhunderts. 1509 kaufte Wolfgang Nürmperger es ihm für 137 Kopeken ab. Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatten die Besitzer der Herrschaft Vintířov, die Grafen von Losy aus dem Losinthal, deren Wappen über dem Eingang zur Pfarrei Želin angebracht ist, das Patronat über die Kirche. Das Dorf verschwand wahrscheinlich während des Krieges, da es weder in der Steuerordnung noch im Theresianischen Kataster erwähnt wird, in dem nur ein Hof mit Feldern von 205 Strych erwähnt wird. In der Topographie des Königreiches Böhmen von Jaroslav Schaller aus dem Jahr 1787 werden elf Häuser erwähnt. Aus älteren Aufzeichnungen geht jedoch hervor, dass der Gemeinderat von Kadan einen Teil des Hofes an einzelne Bauern verkauft hat. Nach 1850 wurde Želina zunächst ein Ortsteil von Kadan Jesen und vor 1880 wurde es nach Rokla verlegt, wo es auch heute noch liegt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die einheimische Bevölkerung vertrieben, was zu einer Verringerung der Einwohnerzahl führte. Während es 1930 noch 67 Einwohner gab, waren es 1950 nur noch 43. Bei der Volkszählung 2011 waren es noch 22 Einwohner.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/%C5%BDelina
Eindrücke:Ein kleines Dorf nordwestlich von Rokle, in dem es einige interessante Dinge zu sehen gibt.