Besucht:Unbesucht
Geschichte:Na loučkách ist ein Naturschutzgebiet im Erzgebirge nördlich der Stadt Výsluní im Kreis Chomutov. Der Grund für den Schutz des Gebietes ist die Erhaltung des typischen erzgebirgischen Torfmoores mit seiner charakteristischen Flora und rhizomatösen Hybriden. Das Schutzgebiet wurde am 31. Oktober 1977 vom Ministerium für Kultur zum staatlichen Naturschutzgebiet mit einer Gesamtfläche von 13,59 ha erklärt. Das Naturschutzgebiet ist in der Zentralen Liste des Naturschutzes unter der Nummer 646 eingetragen und wird von der Regionalverwaltung der Region Ústí nad Labem verwaltet. Seit dem 13. Januar 2005 ist es Teil des Vogelschutzgebietes Novodomské vrchy - Kovářská (159,63 km²) und seit dem 15. April 2005 auch des Europäischen Gebietes von Bedeutung Na loučkách, das eine Gesamtfläche von 10,15 km² hat und auch das ausgedehnte Naturdenkmal Na loučkách II enthält. Die umliegenden Wälder wurden bereits im Mittelalter für den Bedarf der Eisenerzgruben, Manufakturen und der industriellen Produktion abgeholzt, was zu einer Verringerung des Anteils der Buche (Fagus sylvatica) in den Waldbeständen führte. Künstliche Monokulturen der Fichte (Picea abies) wurden in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts durch Immissionen aus dem industriellen Subkontinent zerstört. Die Entwässerung des Gebiets und die Einführung nicht heimischer Baumarten wie der Fichte (Picea pungens), der Lärche (Larix decidua), aber auch des Vogelkranichs (Sorbus aucuparia) und der nicht heimischen Birke (Betula sp.), die durch Hybridisierung den Genpool der ursprünglichen Birkenpopulationen bedrohen, haben sich ebenfalls negativ auf die einheimischen Lebensgemeinschaften im weiteren Umkreis ausgewirkt. Nach 2010 wurden die Fichtenbestände vom Lophodermium-Pilz und - im Falle der Fichte - auch vom Fichtenknospenwurm (Cucurbitara piceae) befallen. In der Vergangenheit wurde am Südrand des Schutzgebiets Torf gestochen. Im Kern des Schutzgebiets wachsen typische Hochgebirgspflanzenarten: Sumpfkiefer (Pinus uncinata), Sumpfkiefer (Eriophorum vaginatum), Schwarzkiefer (Empetrum nigrum), Sumpfstorchschnabel (Accinium oxycoccos), Sumpfheidelbeere (Vaccinium uliginosum) und Graublättriges Springkraut (Andromeda polifoli). Wie in der weiteren Umgebung ist auch das Reservat von einer hohen Anzahl von Wildtieren betroffen, die sich auf offene Moorflächen konzentrieren. Indem sie an Bäumen nagen, verhindern die Tiere die natürliche Regeneration der Vegetation und verursachen durch ihre Ausscheidungen eine unerwünschte Eutrophierung. Zu den besonders geschützten Tieren gehören die Heidelerche (Lullula arborea) und die Kreuzotter (Vipera berus). Der geologische Untergrund des Reservats besteht aus Gesteinen des Krusnohorn-Kristallgesteins aus der Zeit vor dem Variszischen Zeitalter, die durch Doppelglimmerregeln mit porphyrischen Feldspataufschlüssen vertreten sind. Während des Quartärs bildete sich auf diesen Gesteinen eine bis zu 3,5 m dicke Torfschicht. In der geomorphologischen Gliederung der Tschechischen Republik liegt das Gebiet im Erzgebirge, und zwar in der Subdivision Loučenská hornatina und dem Bezirk Přísečnická hornatina. Nördlich des Schutzgebiets fällt ein steiler Hang etwa 100 Meter vom Gipfel des Gebirgszugs ab, an dem sich ein größeres Torfmoor befindet, das als Naturschutzgebiet Prameniště Chomutovka geschützt ist. Die einzige Bodenart im Schutzgebiet ist der kambrische Podsol.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Na_lou%C4%8Dk%C3%A1ch
Fotoquelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Na_lou%C4%8Dk%C3%A1ch
Eindrücke:Ein interessanter Ort, den ich nicht besucht habe, weil er zu eng war und weil ich ihn mit meiner Annäherung nicht beschädigen wollte.