Besucht:31. 9. 2021
Geschichte:Nová Víska u Rokle (deutsch: Neudörfel) ist ein kleines Dorf, das etwa 2,5 km nordöstlich von Rokle liegt. Der Name des Dorfes erscheint in historischen Quellen in den folgenden Formen: Newdorfel (1383), Verkauftes Neudorf (1612) und Neudörfel (1787 und 1846). Bis 1960 hieß das Dorf nur Nová Víska, aber als die historischen Bezirke zu ihrer heutigen Form zusammengelegt wurden, fanden sich drei Dörfer mit demselben Namen im Bezirk Chomutov wieder, und der Name von zwei von ihnen wurde um den Sitz des örtlichen Nationalausschusses erweitert. Die erste schriftliche Erwähnung aus dem Jahr 1383 findet sich in einer Urkunde, in der König Václav IV. die Teilung des Erbes des Bürgers Mikuláš Schortendorfer aus Kadan bestätigt, dem die Hälfte des Dorfes gehörte. Es gibt aber auch einen hypothetischen Hinweis aus den Jahren 1195-1197, als Fürst Heinrich der Bretone dem Waldenser-Kloster den Besitz von Neudorf und anderen nahe gelegenen Dörfern bestätigte. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wechselte eine Reihe von Burgherren. Im Jahr 1472 verkaufte die Familie Krolaber den Ort an Lorenz Leymer. Bald darauf kam es in den Besitz des Johanniners Mathias Kraft, von dem es Mathes Eberlin 1480 kaufte. An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert erwarb es Christoph Huphauf, der daraufhin erfolgreich gegen den Rat der Stadt Kadan klagte. Der Rat weigerte sich, das Dorf zu schützen, bestand aber auf der Zahlung der so genannten "Schoschowia", was Huphauf ablehnte. Nach seinem Tod verkaufte seine Witwe das Dorf an die Stadt, aber in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie Šanov das Dorf und fügte es ihrem Besitz in Horenice hinzu. Im Jahr 1612 verkauften die Brüder Kryštof und Jáchym das Dorf für 6 109 Meißner Kopeken an Oldřich Hrobčická von Hrobčice, der in Pětipsi ansässig war. Letzterer starb ohne Erben und der Besitz ging als Erbe an den Monarchen über. Die königliche Kammer verkaufte Pětipsy und Nová Viska im Jahr 1630 an den Grafen Christoph Thun und von da an war es Teil des Klostergutes. In einem Hagelbericht aus dem Jahr 1899 wird der Hopfenhof erwähnt, zwei Jahre später beschädigte ein Hochwasser das Wehr und die Mühle am Úhošt'anský-Bach. Ab 1907 gab es im Dorf eine Freiwillige Feuerwehr und 1917 wurde die Elektrizität eingeführt. Nach der Aufhebung der Leibeigenschaft war Nová Víska Teil der Gemeinde Poláky. Bei der Volkszählung von 1950 wurde es der damals eigenständigen Gemeinde Hradec zugeschlagen, doch seit der Volkszählung von 1961 ist es zusammen mit Hradec ein Ortsteil von Rokle. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die ursprüngliche Bevölkerung vertrieben und die Einwohner aus dem Landesinneren umgesiedelt. Während es 1930 noch 126 Einwohner gab, waren es 1950 nur noch 47. Bei der Volkszählung 2011 waren es noch 32 Einwohner.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%A1_V%C3%ADska_u_Rokle
Eindrücke:Ein kleines Dorf nordöstlich von Rokle, in dem es eine interessante Besonderheit gibt.