Besucht:20. 9. 2021
Geschichte:Die St.-Nikolaus-Kirche ist eine dem heiligen Nikolaus geweihte römisch-katholische Kirche in dem ausgestorbenen Dorf Mikulovice im Bezirk Chomutov. Die erste schriftliche Erwähnung von Mikulovice stammt aus dem Jahr 1261, und angesichts der archaischen gotischen Portale im Inneren der Kirche kann man davon ausgehen, dass sie vor diesem Jahr erbaut wurde, da der Name an den Schutzpatron dieser Kirche, den Heiligen Nikolaus, erinnert. Es stimmt zwar, dass der Denkmalkatalog ihr Alter auf das 14. Jahrhundert festlegt, als sie als gotisches Bauwerk errichtet wurde. Das Patronatsrecht wurde vom Kommandanten der Johanniterkomturei in Kadani ausgeübt. Im 14. Jahrhundert zahlte die Kirche neun Groschen des päpstlichen Zehnten und war eine der ärmsten Kirchen im Dekanat Kadan. Das Pfarrhaus stand bis 1580 im Dorf und wurde 1784 restauriert, nachdem die Kirche 1768-1770 einem bedeutenden Barockumbau unterzogen worden war, bei dem ein Turm an der Westfront hinzugefügt wurde. Ich bin mir allerdings über die Jahreszahlen nicht sicher, denn im Katalog der Denkmalpflege wird dieser Umbau mit 1668-1670 angegeben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche nicht mehr instand gehalten und verfiel allmählich. Als das Dorf Mikulovice 1988 abgerissen wurde, blieb die Kirche glücklicherweise von diesem Abriss verschont und ist bis heute erhalten geblieben, wenn auch in einem sehr schlechten Zustand. Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff mit Flachdach und einem etwa quadratischen Presbyterium. In der Achse der Westfassade steht ein Turm, der den Eingang zur Kirche beherbergt. Die Apsis des Turms ist mit einem Kreuzgewölbe versehen. Das ursprüngliche Portal an der Südwand des Kirchenschiffs ist zugemauert. Im westlichen Teil des Kirchenschiffs befindet sich eine Vorhalle, die von zwei quadratischen Säulen getragen wird. Der Raum unter dem Kreuzgang, die Sakristei und das Presbyterium, das durch einen Triumphbogen vom Kirchenschiff getrennt ist, sind ebenfalls mit einem Kreuzgewölbe versehen. Die Sakristei ist an der Südseite des Presbyteriums angebaut, zu dem man durch ein gebrochenes gotisches Portal gelangt.
Quelle:https://www.hrady.cz/kostel-sv-mikulase-mikulovice/texty?tid=22133&pos=1000
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Kostel_svat%C3%A9ho_Mikul%C3%A1%C5%A1e_(Mikulovice,_Bezirk_Chomutov)
Quelle:https://www.pamatkovykatalog.cz/kostel-sv-mikulase-13292096
Eindrücke:Eine interessante Kirche, die sich zum Zeitpunkt meines Besuchs in einem baufälligen Zustand befand.