Besucht:30. 9. 2021
Geschichte:Das gotische Eckhaus U Zlaté koruny (Zur Goldenen Krone) am Hauptplatz von Kadan wurde an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert erbaut. Das Haus befindet sich an der Ecke der Boženy Němcova Straße (früher Klášterní Straße), die zum ehemaligen Minoritenkloster St. Michael führt. In den Stadtbüchern wird das Haus an der Goldenen Krone erstmals 1574 als Anwaltshaus erwähnt. Sein damaliger Besitzer war der Bürger Paul Florin von Lambstein (†1611). Nach dessen Tod wurde das Haus von seinem Sohn Kaspar Florin und später von seinen Enkelinnen Katharina und Rebeca geerbt. Im Jahr 1631 brannte das Haus bei einem großen Stadtbrand nieder. Im Jahr 1634 wird Georg Franz Klippel als neuer Besitzer genannt, und laut der Steuerliste von 1654 der Metzger Christoph Stirb, offenbar der Ehemann von Katharina Florin. Der nächste Besitzer war der Dorfälteste Tobias Lihl, der das Haus 1697 an Christian Meltzer verkaufte. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals eine Mälzerei im Haus erwähnt. Am 16. März 1750 wurde das Haus durch einen Brand schwer beschädigt, bei dem sechs Bürgerhäuser und das Minoritenkloster niederbrannten. Nach dieser Katastrophe wurde das Haus im Barockstil wieder aufgebaut, im Wesentlichen in seiner heutigen Form. Zu dieser Zeit beherbergte das Haus neben einer kleinen Brauerei auch einen Weinkeller. 1771 wurde das Haus von Johann Matthias Kintzl, einem Syndikus und Staatsanwalt aus Kadan, gekauft, der kurz darauf starb. Bis 1792 war es im Besitz seiner Witwe Johanna Wagner, die auch den Wiederaufbau des Hauses nach dem Brand von 1786 organisierte. Nach ihrem Tod erbten ihre Kinder, der Sohn Theonest Kintzl und die Töchter Scholastika und Hermenegild, das Haus und den Gasthof und nannten es erstmals "Goldene Krone". Dieser Name blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten, als das Haus im Besitz der Familien Hudl, Horschitz und Griessel war. Im 19. Jahrhundert wurde das Haus im klassizistischen Stil renoviert, wodurch die Fassade des Hauses vereinfacht wurde. Zwischen 1928 und 1939 gehörte das Haus dem Ehepaar Albert und Anna Muser, danach bis 1945 Anton Knösh. Später wurde der Name des Gasthauses, "Koruna", in das benachbarte Haus Nr. 73 verlegt, der Name "U Zlaté koruny" (Zur Goldenen Krone) blieb jedoch beim ursprünglichen Haus.
Quelle:https://pamatkovykatalog.cz/dum-13338970
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_Zlat%C3%A9_koruny_(Kada%C5%88)
Eindrücke:Ein interessantes zweistöckiges Backsteingebäude, das Teil des örtlichen Platzes ist.