Besucht:30. 9. 2021
Geschichte:Das Haus an der Fledermaus ist ursprünglich ein mittelalterliches gotisches Gerichtsgebäude, das zu Beginn des 14. Jahrhunderts auf dem Hauptplatz von Kadan errichtet wurde. Wie viele andere Gebäude in der Altstadt von Cádiz wurde es im Laufe der Geschichte mehrfach von verheerenden Bränden heimgesucht, die 1362, 1746 und 1811 die gesamte Stadt in Mitleidenschaft zogen. Die erste bekannte Rekonstruktion erfuhr das Haus im 16. Jahrhundert, als es im Stil der Renaissance wieder aufgebaut wurde, und nach dem Brand von 1811 wurde das Haus in seinem heutigen klassizistischen Stil restauriert. Im Jahr 1874 wurde das Haus ein letztes Mal umgebaut, und zwar durch den Anbau eines zweiten Stockwerks. Der Legende nach war der Besitzer des Hauses an der Fledermaus einst der angesehene Kadaner Bürger Simosanti, der dort einen Weinkeller betrieb. Der Hauptlieferant von Wein für Simosantis Weinstube war damals ein gewisser Winzer Armin aus Tušimice. Eines Tages, als Armin seine Fässer nach Kadana brachte, begegnete ihm der Teufel, der den Wein aus einer bösen Laune heraus verhexte. Als am nächsten Tag der Stadtbewohner Simosanti die Fässer anschlagen und den Wein in Flaschen abfüllen wollte, war er entsetzt. Statt des Weins kamen Schlangen und Eidechsen aus den Fässern. Da rief Simosanti einen Bürger aus dem Vorort Spital, der sich angeblich mit der Hexerei auskannte. Als dieser eintraf, sprach er eine geheimnisvolle Beschwörungsformel über die verzauberten Fässer und brach damit den Fluch des Teufels. In diesem Moment verschwand das Ungeziefer und die Fässer begannen mit köstlichem Wein zu fließen. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Haus eine bekannte Konditorei. Jahrhundert eine renommierte Konditorei. 1896 wurde sie von dem Konditormeister Franz Roth geführt, der zusammen mit seiner Frau Anna auch Besitzer des Hauses war. Im Jahr 1927 wird Anna Roth in offiziellen Dokumenten als Witwe und alleinige Besitzerin erwähnt. Die Konditorei verschwand wahrscheinlich und 1936 war das Haus Sitz der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft in Kadan, die auch eine Filiale in Doup hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus Nr. 75 vom tschechoslowakischen Staat beschlagnahmt, die landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft verschwand und in dem Haus wurde für kurze Zeit eine Filiale der Slawischen Bank eröffnet, die damals von František Klimes geleitet wurde. Der heutige Besitzer des Hauses U Batopýra ist der akademische Maler Herbert Kisza.
Quelle:https://www.pamatkovykatalog.cz/dum-13337540
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_Netop%C3%BDra
Quelle:Bildungstafel
Eindrücke:Ein schönes Gebäude, das Teil des örtlichen Platzes ist.