Besucht:30. 9. 2021
Geschichte:Die Minoritenbastion (auch als mittelalterliche Bastion bekannt) war die wichtigste der drei Verteidigungsbastionen, die die nordöstliche Ecke der Stadtbefestigung von Kadan bewachten. Die Bastion ist Teil des zweiten, des so genannten Parkán-Befestigungsgürtels, der im 15. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet wurde. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut wurde. Die rondellartige Bastion hat an manchen Stellen bis zu vier Meter breite Steinmauern und beherbergte bis zu acht schwere Feuerwaffenposten. Die Bastion war außerdem mit einer unterpanzerten Mauer ausgestattet, die die Möglichkeiten der Verteidiger noch erweiterte. Das ausgedehnte Schussfeld der Bastion erstreckte sich vom Prunéřov-Tor bis zum Tal des Flusses Bystřice in der Vorstadt Špitálské. Ihren Namen verdankt sie dem benachbarten Minoritenkloster St. Michael aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, das sich hinter der Bastei befindet. Die Umfassungsmauern des Klosters waren ein direkter Teil des inneren Mauergürtels, und seine Ecke wurde ebenfalls als Verteidigungsbastion ausgebaut. Die dritte Verteidigungsbastion im Bereich unterhalb der Minoritenbastion gehörte zum äußeren Mauergürtel, vor dem ein Graben ausgehoben wurde. Diese Bastion wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Synagoge genutzt, weshalb sie manchmal auch als jüdischer Tempel bezeichnet wird. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bastei in Privatbesitz verkauft. Der nahe gelegene Verteidigungskomplex des Prunéřov-Tors wurde bei der Sanierung der Stadtbefestigung Anfang des 19. Die Minoritenbastion wurde in den 1990er Jahren umfassend rekonstruiert und erhielt dabei auch ein neues Dach. Nach der Rekonstruktion wurde sie als Restaurant genutzt, dann wurde sie für museale Zwecke umgebaut. Seit 2013 beherbergt die Minoritenbastion eine Ausstellung des Stadtmuseums Kadan namens Militaria. Sie ist der Militär- und Kriegsgeschichte der Stadt vom Frühmittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg gewidmet. Die interaktive Ausstellung umfasst u. a. Nachbildungen von Waffen und Rüstungen. Die Ausstellung umfasst auch ein Modell eines Bunkers, genannt "Kopik", der in den 1930er Jahren auch in der Nähe von Kadana gebaut wurde. Im Stockwerk der Bastion befindet sich ein Ausstellungsraum für Kurzzeitausstellungen.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Minoritsk%C3%A1_ba%C5%A1ta
Eindrücke:Eine prächtige, massive gotische Verteidigungsbastion, die bis heute erhalten geblieben ist.