Besucht:30. 9. 2021
Geschichte:Die Pfarrkirche (später Dekanatskirche) von Kadan wurde nach der Mitte des 13. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Erhebung von Kadan zur freien Königsstadt im gotischen Stil erbaut. Sie wurde von den Rittern des Johanniterordens verwaltet, deren Ortskommandant in der Regel auch der Pfarrer war. Die Kirche wurde erstmals 1291 in der Ablassurkunde des Bischofs Paul von Krakau erwähnt und war damals der Jungfrau Maria geweiht. Bis 1373 werden hier neun Johanniterbrüder erwähnt. Obwohl sie dem verheerenden Brand von Kadana im Jahr 1362 entging, wurde sie 1421 verwüstet, als die Stadt zunächst von hussitischen Truppen und dann vom Zweiten Kreuzzug erobert wurde. An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wurde die Kirche repariert und mit Seitenaltären, neuen Glocken und einer Orgel ausgestattet. In den Bürgertestamenten aus dieser Zeit werden u.a. die Altäre der Jungfrau Maria, des Fronleichnamstages, des Heiligen Michael, der Heiligen Drei Könige, des Heiligen Nikolaus, des Heiligen Sigismund, des Heiligen Sebastian und der Heiligen Barbara erwähnt. Auf einem der Türme befand sich bereits Ende des 15. Jahrhunderts eine Uhr. Im zweiten Turm wohnte der sogenannte Oberkirchenrat. 1507 wurde unter Beteiligung des Kadaner Bürgermeisters Christoph Zetlitzer die Riesenglocke "Zuzana" für die Dekanatskirche gegossen und im Jahr darauf in einem der Kirchtürme installiert. Jobst Fischer war der erste, der sie läutete. Im Jahr 1512 zerbrach die Glocke jedoch und musste vor der Heiligen Pforte neu gegossen werden. Kurz darauf brach ein Teil der Glocke ab, aber "Susanna" leistete mehr als hundert Jahre lang gute Dienste. Erst beim großen Stadtbrand von 1635 schmolz die Glocke völlig ein, und aus dem gefundenen Messing wurde 1636 im Hof des Schlosses Kadan eine neue Glocke gegossen. Sie wurde bei einem Brand am 11. Oktober 1811 zerstört. Sie wurde am 6. Februar 1819 auf Kosten der Gemeinde durch eine Glocke von Karel Bellmann aus Prag ersetzt. Sie trägt ein Relief der Heiligen Anna, eine deutsche Inschrift, hat einen unteren Durchmesser von 180 cm, eine Höhe mit Krone von 175 cm und wiegt etwa 3,5 Tonnen. Sie überlebte die Beschlagnahmungen im Ersten Weltkrieg, wurde am 7. Juli 1942 im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt, aber bis Kriegsende nicht zerstört, so dass sie restituiert und 1946 in den Turm zurückgebracht werden konnte. Sie ist eine der größten Glocken der Diözese Litoměřice. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) brannte die Kirche zweimal nieder, am 26. August 1631 und am 11. Juli 1635. Die Reparaturen dauerten bis 1638, bevor in der Kirche wieder Gottesdienste abgehalten wurden. In Quellen aus dem Jahr 1643 wird sie bereits als Dekanatskirche zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes bezeichnet, was darauf schließen lässt, dass das Patrozinium der Kirche irgendwann vor diesem Datum, wahrscheinlich nach dem Brand von 1635, geändert wurde. Im Jahr 1654 begann ein vollständiger Umbau der Kirche, die ursprüngliche gotische dreischiffige Basilika wurde in eine Barockkirche umgewandelt. Dieser Umbau wurde erst zwischen 1715 und 1716 abgeschlossen, als der örtliche Zimmermann K. Zoth die Türme fertigstellte. Im Jahr 1746 kam es erneut zu einem Brand, und die Kirche musste zwischen 1747 und 1755 unter der Leitung des Kadaner Baumeisters Johann Christoph Kosch, der auch den berühmten Architekten Kilian Ignaz Dientzenhofer bei seinem Wiederaufbau konsultierte, erneut umgebaut werden. Der Hauptaltar, die Kanzel, die Kanzeltür und die Orgel wurden aus dem aufgelösten Dominikanerkloster in Litoměřice hierher übertragen. Bis 1807 befand sich neben der Kirche ein von einer Mauer umgebener Friedhof, an den sich etwa zwanzig hölzerne Marktstände anschlossen. Die Kirche wurde 1813 von einem einheimischen Baumeister umgebaut, und die heutigen Türme wurden erst 1862 von dem Baumeister J. Scherbaum aus Loket aufgesetzt. Mehrere Glocken fielen während der napoleonischen Kriege der Requisition zum Opfer. Beim Wiederaufbau im 19. Jahrhundert wurde die Kirche in ihrer heutigen Form wiederhergestellt. Vom ursprünglichen gotischen Bau ist nur die Kirchenvorhalle mit einem gotischen Eingangsportal und einem Rundgewölbe erhalten geblieben.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Kostel_Pov%C3%BD%C5%A1en%C3%AD_svat%C3%A9ho_K%C5%99%C3%AD%C5%BEe_(Wenn%C5%88)
Quelle:https://www.hrady.cz/kostel-povyseni-sv-krize-kadan/
Quelle:https://pamatkovykatalog.cz/kostel-povyseni-sv-krize-13296064
Eindrücke:Eine wunderschöne Kirche, die die ganze Stadt beherrscht.