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Kadaň - Haus bei Immaculata

Informationen

Besucht:30. 9. 2021

Geschichte:Das Immaculata-Haus ist ein markantes Eckhaus auf mittelalterlichen gotischen Fundamenten aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Seine beeindruckende gotische Arkade macht es zu einem der Wahrzeichen des zentralen Platzes von Kadan. Nach dem großen Stadtbrand von 1498 wurde das Haus im 16. Jahrhundert im spätgotischen und dann im Renaissance-Stil wieder aufgebaut. Ein weiterer Umbau des Hauses fand Ende des 17. Jahrhunderts statt, nachdem die Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges dem Haus zugesetzt hatten. Offenbar ging das Haus zu dieser Zeit in den Besitz der bedeutenden bürgerlichen, ursprünglich böhmisch-deutschen Familie Janek über, die zur lokalen katholischen Elite gehörte. So befindet sich in der Dekanatskirche zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes in Kadan ein Grabstein der Bürgerin Anna Voigt, geborene Jankova, deren Ehemann Johannes Voigt, der Stadtarzt von Kadan, den Altar des Hl. Der Legende nach wurde das Haus der Immaculata regelmäßig vom katholischen Dekan von Kadan, Leopold Andreas Roch, besucht, der ein enger Freund der Familie Janko gewesen sein soll. Roch, der aus Kadan stammte, war wegen seiner Bildung hoch angesehen und fungierte auch als Oberer der örtlichen Rosenkranzbruderschaft. Er war maßgeblich an der Errichtung der Dreifaltigkeitssäule beteiligt, die 1752 in der Mitte des Hauptplatzes von Kadan aufgestellt und drei Jahre später vom Prager Weihbischof Antonín Vokoun feierlich geweiht wurde. Auf einem kunstvollen Steinsockel mit dem Kopf eines Engels mit vergoldeten Flügeln an der Fassade des Hauses steht eine beeindruckende Barockstatue der unbefleckten Jungfrau Maria oder Immaculata. Die Statue ist aus Sandstein gehauen und stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das ikonografische Motiv der Immaculata beruht auf einer Interpretation der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes, in der von einer "mit der Sonne bekleideten Frau" die Rede ist, die auf die Jungfrau Maria übertragen wurde. Das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria, wonach die Mutter Gottes frei von der so genannten Erbsünde ist, entstand erst viel später, wurde aber bereits im Mittelalter, zum Beispiel vom Franziskanerorden, propagiert. Die Häufigkeit der Verwendung dieses Motivs in Kadan hängt auch damit zusammen, dass der Ort seit dem Mittelalter ein wichtiger franziskanischer Standort war (Franziskanerkloster, Minoritenkloster). Im 17. Jahrhundert wurde die unbefleckte Jungfrau Maria zu einem der Symbole der so genannten katholischen Gegenreformation in den böhmischen Ländern. Die Familie Janek besaß seit jeher mehrere Immobilien in Kadan (später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, z. B. die Jugendstilvilla Janka), und die Mitglieder dieser bürgerlichen Familie waren auch stark am öffentlichen Leben der Stadt beteiligt. So war Josef Philipp Janka einer der Hauptförderer bei der Gründung der später sehr berühmten Landwirtschaftsschule Kadan im Jahr 1862. Der Familie gehörte auch das Nachbarhaus Nr. 114, in dem der erwähnte Josef Janka 1887 eine Uhrmacherei gründete, die von seinem Sohn Paul Janka übernommen und bis 1945 betrieben wurde. Der Hauptwohnsitz der Familie blieb jedoch das Haus U Immaculaty, das viele Jahre lang im Besitz von Aloisia Janka und später ihrer Kinder Josef, Anna, Aloisie und Marie war. Nach dem großen Brand von 1811 wurde das Haus im klassizistischen Stil wiederaufgebaut, wodurch es sein heutiges Aussehen erhielt. Als 1920 eine der Miteigentümerinnen, Anna Janková, mit Ing. Hans Jungwirth, dem Stadtbaumeister, verhandelte, wurde das Haus von der Stadt übernommen. Hans Jungwirth über den Wiederaufbau verhandelte, betonte das damalige Bauamt der Stadtverwaltung die Notwendigkeit, den hohen Denkmalwert des Hauses zu realisieren. Im Jahr 1935 beschloss Marie Janková, die damals letzte überlebende Miteigentümerin, das Haus dem 1903 gegründeten Verein der Freunde des Museums in Kadan zu schenken. Am 2. Juni 1935 eröffnete der genannte Verein seine Hauptausstellung im Museum. Das Stadtmuseum war dann bis 1972 in dem Haus untergebracht, als die Exponate aus dem baufälligen Haus in das Schloss Kadan und von dort nach der Schließung des Museums im Jahr 1975 nach Chomutov verlegt wurden. Am 16. März 1989 ordnete das damalige kommunistische kommunale Nationalkomitee in Kadan den Abriss des Hauses Immaculata an, der jedoch aufgrund der Samtenen Revolution im November desselben Jahres nicht stattfand. Das Haus wurde inzwischen restauriert und in der Arkade sind ein Café und ein Obstladen untergebracht.

Quelle:https://pamatkovykatalog.cz/dum-13338271

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_Immaculaty_(Kada%C5%88)

Eindrücke:Ein malerisches Stadthaus, das eine der Zierden des örtlichen Platzes ist.

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Foto

Haus bei Immaculata in Kadani
Haus bei Immaculata in Kadani
Haus bei Immaculata in Kadani
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