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Kadaň - Stadtbefestigung

Informationen

Besucht:30. 9. 2021

Geschichte:Die Stadtbefestigung spielte während der Hussitenkriege eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Belagerung der Stadt am 8. September 1421 durch die Truppen des Zweiten Kreuzzugs. Die Stadtmauern waren ein wichtiges Symbol für den Stolz der Stadt. Für die Bürger von Kadan waren die Mauern vielleicht sogar heilig. Davon zeugt zum Beispiel das Fest, das jedes Jahr um das Fest der Heiligen Drei Könige (6. Januar) in der Stadt stattfand und bei dem der Dekan von Kadan die Tore und Mauern mit Weihwasser und Weihrauch segnete. Der Bau der Befestigungsanlagen des zentralen Teils der so genannten Altstadt von Kadan wurde stark durch das Terrain beeinflusst. Die Altstadt von Kadan liegt auf einer strategischen Erhebung, die teilweise aus Runengestein besteht. Die Stadt wird im Süden durch den Fluss Ohře geschützt. Im Osten fließt der Fluss Bystřice (der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verrohrt wurde). Die Festung besteht aus einem unregelmäßigen Rechteck, das von Süden nach Norden etwa 500 Meter und von Osten nach Westen 350 Meter misst. Das Herzstück der Altstadtbefestigung ist die Burg Kadan. Der Rathausturm, der fast in der Mitte der Stadt liegt, hatte eine wichtige Funktion als Hauptwachturm. Die Altstadt war von drei Mauergürteln umgeben, wobei nur zwei Gürtel entlang des Flusses Ohře verliefen. Diese waren jedoch direkt auf den Felsen gebaut, was ihre Festigkeit erhöhte. Die Befestigung wurde durch vier Haupttore durchbrochen, das Žatecka-, Vodní-, Svata- und Prunéřovská-Tor sowie das kleinere Kata-Tor. Die Haupttore waren auch durch massive Befestigungen geschützt, so ist z. B. die Befestigung des Žatec-Tors in Form eines großen Barbakans erhalten geblieben. Zwischen den Stadttoren gab es dreißig Verteidigungsbastionen und -türme, zu den wichtigsten erhaltenen gehören die Minoriten- oder die Spitalbastion. Die Wirksamkeit der Verteidigungsanlagen wurde auch dadurch erheblich gesteigert, dass die Mauern mit einem sogenannten Parcan, auch Zwinger genannt, versehen waren. Im Bereich vor den Mauerbändern wurde zudem ein doppelter gemauerter Graben angelegt. Seit dem 15. Jahrhundert wurden auch die Vorstädte von Kadan befestigt. Gegen zehn Uhr abends wurden die Stadttore geschlossen. Es war nicht möglich, die Stadt in der Nacht zu betreten. Ein Verstoß gegen das Verbot wurde als Angriff auf die Souveränität der Stadt exemplarisch geahndet. Als 1570 jemand nachts über die Mauern kletterte und einen Wächter verhöhnte, wurde er auf Beschluss des Rates der Stadt Kadan mit Eisen am Hals an den Pranger gestellt und für zehn Jahre aus der Stadt verbannt. Die einzige Ausnahme war das Henkertor, das nachts offen blieb, zum Beispiel für die Wachen. Für die Verwaltung der Mauerabschnitte waren die so genannten Quartiermeister zuständig, die Verwalter der einzelnen Stadtteile. Die Altstadt war in vier Verwaltungsbezirke unterteilt, die Vorstädte umfassten insgesamt 9 kleinere Bezirke. Jeder Bezirk verfügte über eine eigene militärische Abteilung, die sich aus Bürgern der Stadt zusammensetzte und im Falle einer Bedrohung bereit war, ihren Mauerabschnitt zu verteidigen. Nach einer städtischen Verordnung von 1579 unterhielten die Bürger eine Wache von mehreren Dutzend Männern. Drei von ihnen bewachten die Brücke über den Fluss Ohře. Weitere drei bewachten das Žatec-Tor. Eine Zwei-Mann-Wache stand auf dem Turm des Töpfertors. Je einer bewachte auch das Katova- und das Luční-Tor. Die Garnison der großen Stadttore Prunerovská und Svata bestand aus jeweils drei Männern. Das Prunéřovská-Tor und das Svatá-Tor, die ihnen folgten, hatten jeweils zwei Wachen. Eine zusätzliche Wache war für das Wassertor zuständig und die anderen neun standen dem Stadtschreiber zur Verfügung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verloren die Festungsanlagen an Bedeutung, und 1820 wurde die Vorschrift über das Schließen der Tore aufgehoben. Nach und nach wurden einige Abschnitte saniert, vor allem aber nach dem Besuch des höchsten böhmischen Burggrafen Karel Chotek von Chotek und Vojnín am 20. August 1831, der die Gründung eines Fechtvereins in Kadani initiierte. Er setzte sich für die Anlage von Obstgärten und Parks auf Kosten der historischen Festungsanlagen ein. Im Jahr 1906 wurde der Pulverturm als letzter im Rahmen der Arbeit für die Arbeitslosen abgerissen. Im Jahr 2019 ließ die Stadt die Mauern nach einer Studie des Architekturbüros von Petr Uhlík aus dem Jahr 2016 rekonstruieren. Innerhalb weniger Monate wurden zwei der fünf Mauerabschnitte für 15,4 Mio. CZK rekonstruiert. Es wurden ein Springbrunnen, Bänke, eine hölzerne Pergola, eine Kiesfläche und ein komplett neues Entwässerungssystem gebaut.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/M%C4%9Bstsk%C3%A9_opevn%C4%9Bn%C3%AD_(Kada%C5%88)

Eindrücke:Die schönen und massiven Stadtmauern, die hier in recht großen Abschnitten erhalten geblieben sind.

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Stadtbefestigung in Kadani
Stadtbefestigung in Kadani
Stadtbefestigung in Kadani
Stadtbefestigung in Kadani
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