Besucht:30. 9. 2021
Geschichte:Das Haus Nr. 101 in der heutigen Sládkova-Straße (früher auch Sladká) wurde als mittelalterliches Bürgerhaus gebaut. Im Jahr 1542 wurde es umgebaut und erhielt ein Renaissance-Aussehen. Die in Stein gehauene Jahreszahl in einem der Säle im Erdgeschoss des Hauses erinnert an diesen Umbau. Später erfuhr es auch barocke und klassizistische Umbauten, letztere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, und dank seiner Größe war es ein repräsentativer Wohnsitz vieler angesehener Bürger von Kadan. Einer der Besitzer dieses Hauses war Johann Schreiber (1878-1932), ein gebürtiger Karlsbader und Versicherungsinspektor. Er heiratete seine Verlobte Anna 1902 in der Kirche St. Havel in Úhošt'any, Kadan, und später zogen sie ihre sechs Kinder, drei Töchter und drei Söhne, gemeinsam in diesem Haus auf. Die verwitwete Anna bewohnte das Haus noch im Jahr 1944. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wohnte in dem Haus auch Alfred Guba, ein Nachkomme einer der so genannten alten Kadaner Bürgerfamilien. Ab 1875 arbeitete er als Lehrer und später als Direktor der Mädchenschule in Kadan. Er wurde auch zum Vorsitzenden des Lehrerverbandes von Kadan gewählt und leitete 1905 den Verein der Freunde des Stadtmuseums von Kadan. 1906 wurde er vom damaligen österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in Pension geschickt und mit dem Goldenen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Das Haus wurde auch viele Jahre von seinem Sohn Alfred Guba bewohnt, der eine Lehre beim Finanzamt absolvierte. Auch der Schneidermeister Franz Gellert betrieb zu dieser Zeit in dem Haus sein Geschäft. 1945 wurde das Haus der Familie Schreiber als sogenanntes deutsches Eigentum auf der Grundlage der Benes-Dekrete entzogen.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_Zlat%C3%BDch_jabl%C3%AD%C4%8Dek_(Kada%C5%88)
Quelle:https://www.pamatkovykatalog.cz/dum-13339740
Eindrücke:Ein malerisches Haus, das eine reiche Geschichte hat.