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Kadaň - Haus am Silbernen Greifen

Informationen

Besucht:30. 9. 2021

Geschichte:Das Haus U Stříbrného gryfa (Nr. 685) befindet sich in der Školní-Straße (früher Hofmannova-Straße) im Prunéřov-Vorort Kadan. Es wurde irgendwann in den 1890er Jahren erbaut und beherbergte eine bekannte Kadaner Druckerei. Das Haus des silbernen Greifs wurde in den 1890er Jahren an der Ecke der Straßen Školní und 5. května (früher Hofmannova und Jahnova) erbaut. Die Erbauer und Besitzer des Hauses waren das Ehepaar Wenzel und Leopoldine Hönl, die ab 1902 die Druckerei Hönl in Kadan betrieben. Hier wurden mehrere Kadaner Zeitungen gedruckt, unter anderem die Kaadner Zeitung, die von 1907 bis 1945 regelmäßig zweimal wöchentlich erschien. Aus der Druckerei gingen aber auch viele Bücher zur Geschichte Kadans hervor, darunter auch wissenschaftliche Publikationen. So wurde 1908 die Monographie Zur Geschichte und Theorie des Vulkanismus des hiesigen Gymnasialprofessors Dr. Karl Schneider in der Hönl'schen Presse gedruckt und vom Prager Wissenschaftsverlag J. G. Calve herausgegeben. Die Druckerei, die später auch als Verlag fungierte, wurde später vom Sohn der Hönls, Hermann Hönl, übernommen, dessen sogenanntes deutsches Eigentum 1945 beschlagnahmt wurde. Nach der Vertreibung ließ sich Hermann Hönl im hessischen Kassel nieder, wo er die Familientradition der Druckerei fortführte. Ab den 1950er Jahren druckte seine Druckerei auch den Kaadner Heimatbrief, der für die deutschen Exilanten aus Kadan bestimmt war. Seine Schwester Irmtraud Susanka-Hönl (†2009), die in Helmstadt-Flinsbach im Rheinland lebte, übernahm später von ihm die Herausgabe dieser Zeitschrift und anderer Druckerzeugnisse. Einige der patristischen Publikationen aus ihrer Druckwerkstatt erlangten in wissenschaftlichen Kreisen große Popularität, zum Beispiel jene über den deutschen Dialekt Kadan. Die Fassade des Hauses am Silbernen Greifen zieren die Reste des Zunftzeichens der Drucker. Das Hausschild ist nur noch in Weiß gehalten, nur die Krone auf dem Helm ist gelb (heraldisch golden). Aus dem Helm mit goldener Krone wächst als heraldisches Kleinod der Greif, im übertragenen Sinne der mythische Vogel Noh, ursprünglich silbern mit rotem Panzer, der in seinen Schwingen die Druckpakete hält. Der Legende nach hat der römische Kaiser Friedrich III. dieses Emblem bereits um 1470 den Druckern und Setzern verliehen, und Kaiser Ferdinand II. fügte die Greifenfigur 1640 hinzu. Der Greif als Fabelwesen taucht bereits in der griechischen Antike auf, mit dem Kopf, den Flügeln und den Krallen eines Adlers und dem Rücken des Körpers eines Löwen. In der Heraldik symbolisiert der Greif die kombinierten Eigenschaften des Adlers und des Löwen, d. h. Wachsamkeit und Mut. In der christlichen Ikonographie ist er auch ein Symbol für die doppelte Natur Christi, göttlich und menschlich. Wie der Phönix ist auch der Greif ein Symbol der Auferstehung. Das Zeichen mit dem Greif, das auch ein Hauszeichen ist, wurde Ende des 19. Jahrhunderts am Haus angebracht und seine Symbolik bezog sich auf die Druckerei, die im Haus betrieben wurde. Heute ziert das schlichte Hausschild die Darstellung eines zweiköpfigen schwarzen Adlers, des Wappens des Heiligen Römischen Reiches, der in der rechten Klaue einen sogenannten Zehner mit einem Teiler und in der linken Klaue einen sogenannten Pflanzer, auf Altböhmisch Haken genannt, hält - alles Werkzeuge der Drucker und Setzer. Der Reichsadler im Wappen des Hauses wurde gleich nach 1945 entfernt. Die heraldischen Farben gingen verloren, als das Wappen mit dem Greif in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rekonstruiert wurde, wobei eine dieser Rekonstruktionen zwischen 1983 und 1986 stattfand.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_St%C5%99%C3%ADbrn%C3%A9ho_gryfa_(Kada%C5%88)

Eindrücke:Ein wunderschönes Gebäude, bei dem ich leider das Wappen nicht fotografieren konnte.

Karte von

Foto

Haus am Silbernen Greifen in Kadan
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