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Kadaň - Haus in Lazebník

Informationen

Besucht:30. 9. 2021

Geschichte:Das Haus U Lazebníka (Nr. 28) in der Altstadt von Kadan gehört zu den ältesten erhaltenen Bürgerhäusern der Stadt. Das Haus Nr. 28 in der ehemaligen Pekařská-Straße (später Růžová-Straße, heute Čsl. armády-Straße) in der Altstadt von Kadan wurde erstmals im Jahr 1565 urkundlich erwähnt. Da die Fundamente des Hauses und der umliegenden Gebäude ursprünglich gotisch sind, kann man davon ausgehen, dass die Geschichte des Hauses zwei bis drei Jahrhunderte früher beginnt. Die Straße, in der sich das Haus Nr. 28 befindet, war einst das Hauptzentrum der Bäckerzunft, deren Existenz in Kadan seit Mitte des 15. Jahrhunderts belegt ist. Das Haus wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt, sowohl durch große, verheerende Brände in der Stadt als auch durch lokale Brände, bei denen 1498 und 1537 fast die gesamte Bäckerstraße niederbrannte. Ungefähr zu dieser Zeit wurde das Haus im Stil der Renaissance wiederaufgebaut. Im Haus Nr. 28 betrieben die Besitzer ein Barbiergeschäft, dem oft auch andere medizinische Dienste angeschlossen waren. Im Jahr 1597 wird Johann Milch als Betreiber des Friseurgeschäfts im Haus erwähnt, zwei Jahre später folgte Friedrich Gross, der später (1607) ebenfalls im Haus starb. 1635 fiel das Haus einem großen Brand zum Opfer, der die ganze Stadt betraf, die damals unter den Härten des Dreißigjährigen Krieges litt. Zu dieser Zeit wurde das Haus wieder aufgebaut, diesmal im Barockstil. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ging das Haus in den Besitz von Mates Falck, dem Stadtrat von Kadan, über, der es 1688 an Johann Andreas Grimmich verkaufte, der 1695 das Amt des königlichen Mauerseglers und später auch des Schreibers des Grafen Martinice, des Herrn von Prunéřov, innehatte. Grimmich verkaufte das Haus jedoch 1694 an Johann Ernst Schuldes, der es zwei Jahre später an Johann Christoph Sander, den Obermeister der örtlichen Schneiderzunft, weitergab. 1770 kaufte der Tischlermeister Ignaz Kautzner das Haus von den Nachkommen Sanders für fünfhundert Goldmünzen. Die späteren Besitzer errichteten und betrieben im Haus Nr. 28 eine Brauerei. Ein weiterer verheerender Brand traf das Haus 1786, der im nördlichen Teil der Altstadt von Kadan ausbrach. Im Jahr 1788 wurde das Haus zusammen mit der Brauereiausrüstung von Josef Reichel, einem Meister der Soukzunft, gekauft. Ab 1799 war der Webereimeister Anton Wollmann der Besitzer, unter dem das Haus 1811 erneut abbrannte. Dies war der letzte große Brand in Kadana, der die ganze Stadt und alle Vororte betraf. Nach diesem Brand wurde das Haus ein letztes Mal im klassizistischen Stil umgebaut. Zwischen 1881 und 1883 waren die jüdischen Bürger Isak Löwi und Isak Löbl die Miteigentümer des Hauses. Im Jahr 1911 ging es in den Besitz der 1869 in Kadan geborenen Milchbäuerin Anna Kadanik und ihres Mannes Josef (1870-1940), der Schuhmacher war, über. Im Jahr 1945 wurden die verwitwete Anna Kadaniková und ihre Tochter Anna als Deutsche des Landes verwiesen und das Haus Nr. 28 wurde vom wiederhergestellten tschechoslowakischen Staat beschlagnahmt. Františka Krčmářová übernahm das Haus im Jahr 1946 als Verwalterin. Es handelt sich um einen massiven zweistöckigen Backsteinbau, der mit einem Mansardendach gedeckt ist. Über dem Eingangsportal des Hauses U Lazebníka befindet sich die Nummer N.28, die in roter Farbe an der Fassade des Hauses angebracht ist. Die Nummerierung der Gebäude wurde 1770 durch ein Dekret von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Sohn und Mitkaiser Joseph II. erlassen. Mit der Umsetzung dieses Erlasses wurden die so genannten Konskriptionskommissionen betraut, die einige Häuser zunächst nur mit Kreide an den Türen nummerierten. Erst später ließen einige Hausbesitzer die neuen beschreibenden Nummern auf ihre Fassaden malen. Erst ab 1805 wurden die Fassaden mit Metallschildern versehen. Die Nummer des Hauses in Lazebník stammt wahrscheinlich aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und ist somit ein einzigartiges Dokument der frühesten Geschichte der Hausnummerierung in unserer Gegend. Der Legende nach beschloss die Kaiserin, alle Häuser im Reich zu nummerieren, nachdem sie mit ihrer Kutsche erfolglos durch Wien gefahren war, um ein Haus zu finden, das nur durch ein altes Hauszeichen gekennzeichnet war.

Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/D%C5%AFm_U_Lazebn%C3%ADka_(Kada%C5%88)

Quelle:https://www.pamatkovykatalog.cz/dum-13337730

Eindrücke:Ein wunderschönes und massives Haus, das sich vor den Augen der meistbesuchten Orte in Kadani verbirgt.

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Foto

Haus in Lazebník in Kadan
Haus in Lazebník in Kadan
Haus in Lazebník in Kadan
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