Besucht:11. 9. 2021
Geschichte:Angesichts der allmählich wachsenden Bedrohung durch Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschloss der tschechoslowakische Staat den Bau eines umfangreichen Verteidigungsnetzes aus Bunkern und Festungsanlagen. Dieses Festungsnetz wurde in Rekordzeit errichtet, und das heute noch erhaltene Festungsnetz entstand zwischen 1936 und 1938. Nach der deutschen Besetzung des Sudetenlandes gerieten diese Befestigungen jedoch allmählich in Vergessenheit. Das änderte sich für das noch erhaltene Gebiet in den 1980er Jahren, als M. und K. Straka das Gebiet nach und nach ohne Karten abwanderten und die Befestigungsanlagen kartierten, die noch in ihrer ursprünglichen, 1938 fertiggestellten Form erhalten sind. Diese Arbeit wurde dann von Mitgliedern des Vereins KVH Nord - Sever Chomutov fortgesetzt, die mit den ersten Rekonstruktionen der örtlichen Festungsanlagen begannen. Diese Rekonstruktionsarbeiten begannen 1998, als sie damit begannen, die Bäume in der Nähe des vergessenen Unterstandes zu beschneiden und seine Umgebung zu rekonstruieren. Bereits im Herbst 1998 wurde die Rekonstruktion des Bunkers abgeschlossen, und zur Feier dieses Ereignisses wurde hier eine fiktive Schlacht inszeniert, um zu zeigen, wie es ausgesehen hätte, wenn die deutsche Armee und die tschechoslowakische Armee hier aufeinander getroffen wären. In den Jahren 1998 bis 2010 wurden die meisten der örtlichen Festungsanlagen rekonstruiert und mit ihrer ursprünglichen Ausrüstung ausgestattet. Ende der 1990er Jahre begannen dann die ersten Führungen und es wurde der Grundstein für das Museum der tschechoslowakischen Festungsanlagen in Kočičák gelegt, das 2010 offiziell eröffnet wurde. Die Arbeit an den örtlichen Festungsanlagen endete damit nicht, denn zwischen 2013 und 2019 wurden 13 weitere Gebäude rekonstruiert, so dass es zum Zeitpunkt meines Besuchs insgesamt 17 rekonstruierte Festungen gab. Außerdem gab es Nachbildungen der ursprünglichen Schützengräben oder Panzerabwehranlagen in Form von 130 Streubunkern. Die Basis des Museums bilden die Bunker LO vz. 37 Typ A-160 schräg und sechs LO vz. 36 Typ 1x A, 3x b, 1x c und atypischer Typ C.
Quelle:https://www.bunkry.cz/muzeum/lo-kocicak
Quelle:http://www.hsr-uk.cz/pro-muzeum-ceskoslovenskeho-opevneni-z-let-1936-1938-na-kocicku-je-dulezitou-aktivitou-prace-s-detmi-a-mladezi-na-tematickych-letnich-taborech-a-celorocnim-zajmovem-krouzku-nazvany-mlady-bunkra/
Eindrücke:Eine interessante Festungsanlage, die zeigt, wie die erzgebirgische Verteidigungsanlage aussehen sollte.