Besucht:21. 6. 2021
Geschichte:Die Jesuiten wurden von Jiří Popel aus Lobkovice nach Chomutov eingeladen, der dort ein Gymnasium einrichten wollte. Im Jahr 1590 wurde mit dem Bau des Kollegs begonnen. Dazu gehörte auch eine provisorische Kapelle im Gebäude des so genannten Spejchar, die 1663-1671 durch die frühbarocke St.-Ignatius-Kirche ersetzt wurde, die zusammen mit dem übrigen Komplex errichtet wurde. Die Kapelle wurde dann in einen Theatersaal umgewandelt. Der Bau der Kirche wurde von dem italienischen Architekten Carlo Lurago geleitet. Der Rohbau wurde am 31. Juli 1668 fertiggestellt und vom Prager Erzbischof Matúš Ferdinand Sobek von Bílenberk eingeweiht, die Weihe fand jedoch erst 1671 statt. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 war die Kirche Teil der Kaserne und wurde zu einer Garnisonskirche, was sie bis zum Zweiten Weltkrieg blieb. Die einzige Ausnahme war zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Dekanatskirche umgebaut wurde und die Kirche für eine gewisse Zeit eine Stadtkirche wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche nicht mehr instand gehalten und verfiel allmählich. Bereits in den 1960er Jahren gab es Vorschläge für den Wiederaufbau des Jesuitenkomplexes, einschließlich der Kirche. Der Wiederaufbau fand jedoch erst 2002 statt. Bei der Kirche handelt es sich um einen einschiffigen, nicht orientierten Bau mit einer zweitürmigen Fassade, die optisch in zwei Ebenen unterteilt ist. Die obere Ebene ist durch Pilaster in drei Teile gegliedert. Darüber befindet sich ein voll ausgebautes Kirchenschiff, das einen dreieckigen Giebel trägt. Der unteren Ebene ist ein Portikus vorgelagert, der von einem Bogengiebel überragt wird, der drei Portale mit erhaltenen Barocktüren verdeckt. Die beiden Türme sind im oberen Bereich achteckig und mit einem Zwiebeldach mit Laterne bedeckt. Die Turmfenster im mittleren Teil sind rechteckig mit Giebeln und haben oben Segmentgesimse. Die Seiten sind mit Lyssene-Rahmen und halbrunden Fenstern gegliedert. Am Ende des Kirchenschiffs befinden sich die Anbauten des Heiligen Grabes, die Sakristei und das Oratorium. Auf dem oberen Bogen des Portikus stehen fünf Statuen. In der Mitte befindet sich auf einem Sockel mit dem Lobkowicz-Wappen eine Marienstatue. An den Seiten stehen links die Statuen des Heiligen Ignatius und des Heiligen Georg und rechts die des Heiligen Franz Xaver und des Heiligen Florian. Ihre Sockel sind ebenfalls mit Lobkowicz-Wappen verziert. Eine Ausnahme bildet der Sockel unter der Statue des Heiligen Florian, der das Stadtwappen trägt. Das Innere der Kirche ist gewölbt, die Wände sind durch Halbsäulen gegliedert. Das Kirchenschiff wird von unpassierbaren Kapellen flankiert, über denen sich eine Empore befindet. Der Zugang erfolgt über Wendeltreppen im Inneren der Türme. Unter dem Presbyterium befindet sich eine Krypta. Die barocke Ausstattung stammt aus dem späten siebzehnten Jahrhundert, das Altarbild des Heiligen Ignatius von Wilhelm Kandler wurde jedoch erst in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gemalt. Der Hauptaltar ist mit den Statuen der Heiligen Petrus und Paulus geschmückt.
Quelle:https://cs.wikipedia.org/wiki/Kostel_svat%C3%A9ho_Ign%C3%A1ce_z_Loyoly_(Chomutov)
Quelle:https://pamatkovykatalog.cz/kostel-sv-ignace-13403258
Quelle:https://www.nockostelu.cz/kostel/7997/
Eindrücke:Eine schöne frühbarocke Kirche, die eine der Zierden des örtlichen Platzes ist.