Besucht:21. 6. 2021
Geschichte:Die Stadt Chomutov ist seit jeher eine Festung. Die ersten ausgefeilten Mauern stammen aus dem 14. Jahrhundert, als es sich ursprünglich um Fachwerkmauern handelte, die zur Komturei des Deutschen Ritterordens gehörten. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtmauern stammt aus dem Jahr 1396, als die Mauern auch auf dem Stadtwappen abgebildet waren. Während der Hussitenkriege wurde die Stadt erobert und geplündert. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadtbefestigung daraufhin wieder aufgebaut und verstärkt. So entstand ein massives System aus doppelten gotischen Mauern mit halbkreisförmigen Bastionen und einem breiten, wahrscheinlich mit Wasser gefüllten Graben. Es gab vier Tore, die in die Stadt führten, nämlich das Obere Tor, das in das Nasse Viertel, die Lange Straße und nach Kadan führte. Das nächste Tor war das Untere Tor, das nach Osten in die Spitalvorstadt und nach Prag führte. Im Norden befand sich das Vinná-Tor, das zu den ehemaligen Weinbergen führte, und im Süden das Chlébní-Tor, das nach den Brotbänken benannt wurde. Chomutov blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein eine befestigte Stadt. Im Jahr 1841 wurden die meisten Mauern und alle Tore abgerissen. Ein Stück der 140 cm breiten gotischen Mauern mit einer halbrunden Bastion ist jedoch bis heute erhalten geblieben.
Quelle:https://pamatkovykatalog.cz/chomutov-mestska-pamatkova-zona-7664730
Eindrücke:Ein kurzer, aber noch gut erhaltener Abschnitt der Stadtmauer.