Františkovy Lázně – Synagoge
Františkovy Lázně – Synagoge · Nicht besucht

Františkovy Lázně

Františkovy Lázně – Synagoge

Eine einst prachtvolle und reich verzierte Synagoge, die leider nicht bis heute erhalten geblieben ist.

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Standort
Františkovy Lázně
Besucht am
Nicht besucht
Kategorie
Kirchen, Rotunden, Klöster, Kapellen, historische Spitäler, Basiliken und Synagogen

Lage / Karte

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Františkovy Lázně – Synagoge

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Die Geschichte dieses Ortes

In Františkovy Lázně, einer bekannten Kurstadt, stand einst eine Synagoge, die auch Tempel genannt wurde. Sie war ein wichtiger Treffpunkt der jüdischen Gemeinde. Die erste Erwähnung von Juden in Františkovy Lázně stammt aus dem Jahr 1793, als jüdische Händler aus umliegenden Orten wie Hazlov, Kynšperk nad Ohří, Kynžvart und Lomnička den Kurgästen ihre Waren anboten.

Um 1830 eröffnete J. Kauders ein saisonal betriebenes koscheres Restaurant, das zu einem Treffpunkt jüdischer Kurgäste wurde. Es wurde von Phillip Adler, dem Schwiegersohn von Herrn Kauders, geführt. Dieser wurde später zum ersten Vorsitzenden des religiösen Vereins von Františkovy Lázně. Erst nach 1848 durften sich Juden dauerhaft in der Stadt niederlassen.

In den 1870er Jahren überstieg die Zahl der jüdischen Einwohner von Františkovy Lázně dreißig und nahm weiter zu. Man beschloss, Grundstücke für den Bau einer Synagoge und die Anlage eines Friedhofs zu erwerben. Finanzielle Spenden von Förderern aus den Reihen der jüdischen Kurgäste waren ausreichend vorhanden.

Die Synagoge wurde zwischen 1873 und 1875 im damals beliebten maurischen Stil als Eckgebäude an der Kaiserstraße, heute Americká-Straße, nach Plänen des Architekten Gustav Wiedermann errichtet. 1875 wurde sie feierlich eingeweiht und ein neuer jüdischer Friedhof eröffnet. Im selben Jahr wurde der jüdische religiöse Verein in eine reguläre jüdische Religionsgemeinde umgewandelt. Phillip Adler wurde zu ihrem Vorsitzenden gewählt, Jakob Spiegl zum Verwalter der Synagoge.

Die Synagoge blieb bis zum Münchner Abkommen in Betrieb, als das umstrittene Gebiet des sogenannten Sudetenlands an das nationalsozialistische Deutschland abgetreten wurde. Das Synagogengebäude wurde ebenso wie das benachbarte Haus der jüdischen Religionsgemeinde und des jüdischen Krankenhauses zum Ziel nationalsozialistischer Gewalt. Diese Verwüstungen erreichten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 während der Kristallnacht ihren Höhepunkt. Der örtliche jüdische Friedhof wurde während der Besatzung vollständig zerstört. Die Trümmer der Synagoge wurden erst 1944 beseitigt. Das Grundstück, auf dem sie einst stand, ist bis heute unbebaut; dort befindet sich ein bescheidenes Denkmal.

Quelle: http://www.znicenekostely.cz/?load=detail&id=17026 ↗

Quelle: https://cs.wikipedia.org/wiki/Synagoga_ve_Franti%C5%A1kov%C3%BDch_L%C3%A1zn%C3%ADch ↗

Fotoquelle: https://cs.wikipedia.org/wiki/Synagoga_ve_Franti%C5%A1kov%C3%BDch_L%C3%A1zn%C3%ADch

Eine einst prachtvolle und reich verzierte Synagoge, die leider nicht bis heute erhalten geblieben ist.

Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska

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