Die Geschichte dieses Ortes
Im Jahr 1905 begann der Wiener Architekt Josef Hackhofer mit dem Entwurf einer repräsentativen Villa. Er hatte bereits eine umfangreiche Laufbahn in mehreren Wiener Architekturbüros und als Zeichner im Atelier von Otto Wagner hinter sich. Das Projekt war für Dr. Hermann Rieser und seine Frau Hermine bestimmt und erhielt den Namen Dukla.
In der Zeit, in die der Entwurf der Villa fiel, von 1898 bis 1906, arbeitete Hackhofer mit dem Wiener Architekten Friedrich Ohmann zusammen. Die Bauunterlagen erstellte anschließend nach Hackhofers Entwurf die Firma von Franz und Karel Prosche aus Františkovy Lázně.
Die Villa Dukla war nicht nur als Wohnhaus der Familie Rieser vorgesehen, sondern sollte auch die Arztpraxis des Eigentümers aufnehmen. Der Jugendstilbau fällt durch sein steiles Mansarddach und seine dekorative Fassade auf. Geometrische und pflanzliche Motive schmücken die Fassade; der Wechsel glatter und strukturierter Putzflächen verleiht ihr Rhythmus. Der Eingang wird durch Stein hervorgehoben.
Die Villa besitzt einen rechteckigen Grundriss mit einem überhöhten Risalit an der Westseite. Die Hauptfassade ist mit einem Segmentbogenfenster sowie Schmuck im Obergeschoss und im Giebel versehen. Die Rückfassade hat zwei Balkone und einen Eckrisalit mit Kegeldach. Das Mansarddach besitzt Krüppelwalme und eine Bandgaube.
Im Erdgeschoss liegen die Räume der Arztpraxis, das Obergeschoss dient privaten Zwecken und die Mansarde dem Personal sowie als Lagerraum. Die Villa ist damit ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Wohnen und Arbeiten unter einem Dach verbunden werden können, und das alles in einem wunderschönen Jugendstil.
Quelle: https://pamatkovykatalog.cz/vila-11160082 ↗
Fotoquelle: https://mapy.cz/s/kumenotumo
Eine schöne, stattliche Villa, die ich leider nicht fotografiert habe; deshalb habe ich mir erlaubt, ein Foto davon zu übernehmen.
Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska


