Drahov – Haus Nr. 62
Drahov – Haus Nr. 62 · nicht besucht

Prehis / Archiv

Drahov – Haus Nr. 62

Ein malerisches Anwesen, das ich leider nicht fotografiert habe, weshalb ich mir erlaubt habe, ein Foto davon auszuleihen.

Weiterlesen ↗
Besucht
nicht besucht
Kategorie
Häuser, Bauernhöfe, Pfarrhäuser und Villen

Lage / Karte

Hier findest du es.

Drahov – Haus Nr. 62

Karte öffnen ↗

Die interaktive Karte wird geladen, sobald du externe Inhalte erlaubst.

Entdecken, lesen,
Zusammenhänge verstehen.

Die Geschichte dieses Ortes

Dieses bäuerliche Anwesen im Dorf Drahov ist ein stiller Zeuge längst vergangenen Landlebens und ein Beleg für die Veränderungen, welche die traditionelle Egerländer Baukultur durchlief. Es entstand spätestens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie sein Eintrag auf der Karte des Stabilen Katasters aus den Jahren 1824–1843 belegt. Möglicherweise ist es jedoch noch älter, worauf seine ursprüngliche Konstruktion hindeutet.

Das Anwesen ist auf der Karte als geschlossener quadratischer Hof dargestellt und als „brennbar“ gekennzeichnet, eine Bezeichnung für Holzbauten – also Blockwände, Fachwerkkonstruktionen und verbretterte Giebel, wie sie für den Egerländer Volksbaustil typisch waren. Höfe dieser Art waren praktisch, gut an die örtlichen Bedingungen angepasst und prägten das charakteristische Erscheinungsbild der hiesigen Landschaft.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, möglicherweise auch um die Wende zum 20. Jahrhundert, wurde das Anwesen im Geist des Klassizismus umfassend umgebaut. Aus dem ursprünglichen ländlichen Hof entstand eine gediegenere, regelmäßigere Anlage; das Wohnhaus erhielt die Gestalt eines Massivbaus mit Satteldach – einfacher und zurückhaltender, aber weiterhin harmonisch in das ländliche Umfeld eingebettet.

Leider wurde der Hof in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach und nach verwüstet. Die meisten Wirtschaftsgebäude wurden abgerissen und die gesamte Hofanlage zerfiel. Dennoch ist bis heute ein wertvolles Element erhalten geblieben: das Wohnhaus selbst, das Spuren des Umbaus trägt, sowie die anschließende Einfriedungsmauer mit einer erhaltenen Seitenpforte. Auch diese Überreste besitzen einen Wert, denn sie bewahren die Erinnerung an den Ort, sein einstiges Leben und seine kulturelle Identität.

Trotz seiner teilweisen Zerstörung bleibt das Anwesen in Drahov somit eine Erinnerung an die ländliche Tradition des Egerlandes, die praktische Funktionalität mit gestalterischem Empfinden und einer architektonischen Handschrift verband, welche über Generationen von der hiesigen Landschaft und Lebensweise geprägt wurde.

Fotoquelle: https://mapy.cz/s/kokefuheke

Ein malerisches Anwesen, das ich leider nicht fotografiert habe, weshalb ich mir erlaubt habe, ein Foto davon auszuleihen.

Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska

Prehis-Fotoarchiv · 3 Fotos

Fotogalerie

Was möchtest du entdecken?

Fotos

Originalfoto ↗