Die Geschichte dieses Ortes
Im Herzen von Eger, an der Ecke der Dlouhá- und der Židovská-Straße, erhebt sich ein bemerkenswertes Bürgerhaus, das eine faszinierende Schnittstelle mehrerer architektonischer Epochen darstellt. Ursprünglich wurde es zwischen 1693 und 1695 auf einem weitläufigen Grundstück als Barockbau errichtet, woran bis heute das halbrunde, mit Zierelementen verzierte Portal mit der Jahreszahl 1693 an der Fassade zur Židovská-Straße erinnert.
Im Jahr 1897 wurde das Haus einer umfassenden Umgestaltung unterzogen. Der Eckbereich wurde um ein Stockwerk aufgestockt und mit einem markanten Giebel versehen, wodurch er zu einem prägenden Element der Umgebung wurde. Der gesamte Umbau wurde durch eine romantische neugotische Fassade vereint, die dem Gebäude neuen Glanz und einen einzigartigen Charakter verlieh. Das markanteste Element ist hier der Erker an der Ecke, der nicht nur schmückt, sondern auch die Verbindung zwischen Alt und Neu symbolisiert.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein zweistöckiges Reihenhaus im romantischen Stil, in dessen Kern jedoch nach wie vor ein barockes Herz schlägt. Das Dach ist eine Kombination aus Satteldach und Walmdach und wird an der Seite durch einen hölzernen Dachgauben verziert, der zur historischen Authentizität beiträgt. Die neugotische Fassade ist reich verziert und bildet zusammen mit dem Erker einen imposanten Anblick, der jeden Architekturliebhaber in seinen Bann zieht.
Der Innenhof des Hauses birgt weitere Schätze. An zwei Seiten wird er von Arkaden gesäumt, die mit Preußischen Gewölben auf prismatischen Pfeilern überdacht sind. Diese Arkaden tragen eine Laubenganggalerie, die durch drei breite halbrunde Fenster geöffnet ist, was eine einzigartige Atmosphäre schafft und von der Meisterschaft der damaligen Baumeister zeugt.
Quelle: https://www.pamatkovykatalog.cz/mestansky-dum-14505305 ↗
Ein sehr schönes Gebäude, das sich deutlich von den anderen Gebäuden abhebt.
Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska





