Boden – Haus Nr. 2
Boden – Haus Nr. 2 · nicht besucht

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Boden – Haus Nr. 2

Ein einst sicher malerisches Gehöft, das leider nicht erhalten geblieben ist; deshalb habe ich mir erlaubt, eine fremde Fotografie zu verwenden.

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Ort
Boden
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nicht besucht
Kategorie
Häuser, Bauernhöfe, Pfarrhäuser und Villen

Lage / Karte

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Boden – Haus Nr. 2

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Die Geschichte dieses Ortes

Im verschwundenen Dorf Boden, an dessen Namen heute nur noch stille Wiesen und Wälder am äußersten Rand des tschechisch-deutschen Grenzlands erinnern, stand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wenn nicht schon früher, eines der für das damalige Egerland typischen Bauerngehöfte. Obwohl über dieses konkrete Gebäude nur wenige Informationen erhalten sind, haben sich seine Spuren nicht vollständig verloren: Davon zeugen neben historischen Karten aus den Jahren 1824–1843 auch eine einzige erhaltene Fotografie, die uns zumindest teilweise sein damaliges Aussehen vermittelt.

Das Gehöft war als geschlossener landwirtschaftlicher Hof in der für das Egerland typischen Volksbauweise angelegt. Gebäude dieser Art waren solide und zweckmäßig, zugleich aber gestalterisch eigenständig und den örtlichen Bedingungen sowie der Lebensweise vollkommen angepasst. Auf der erhaltenen Aufnahme ist ein Wirtschaftsgebäude in Mischbauweise zu erkennen: Der untere Teil besteht aus Mauerwerk, der Giebel dagegen aus Blockholz. Das Satteldach wird von einem kleinen Glockentürmchen bekrönt, das nicht nur bei Feuer Alarm geben, sondern auch als Ausdruck häuslicher Frömmigkeit dienen konnte. Fachwerkgiebel ergänzen die Fassade; dieses typische Element der regionalen Architektur verleiht dem Bau Leichtigkeit und Rhythmus.

Um welches konkrete Gehöft es sich handelte, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Die ursprüngliche Nummerierung der Häuser ist nicht erhalten, und das Dorf selbst wurde 1953 nach der Aussiedlung seiner Bewohner und im Zusammenhang mit der Errichtung des Grenzstreifens dem Erdboden gleichgemacht.

Dennoch genügt selbst dieses kleine Fragment – eine Fotografie mit einem Teilblick auf ein einst belebtes Haus –, um vor unserem inneren Auge eine verschwundene Welt entstehen zu lassen. Eine Welt, in der jedes Haus seine Geschichte trug, die Glocke auf dem Dach den Tagesrhythmus verkündete und Generationen im Schatten der Fachwerkgiebel einander ablösten. So lebt das Gehöft von Boden zumindest in der Erinnerung fort: als stilles Zeugnis eines Lebens, das für immer unterbrochen, aber nicht ausgelöscht wurde.

Fotoquelle: http://www.zanikleobce.cz/index.php?detail=96107

Ein einst sicher malerisches Gehöft, das leider nicht erhalten geblieben ist; deshalb habe ich mir erlaubt, eine fremde Fotografie zu verwenden.

Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska

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