Die Geschichte dieses Ortes
An der Stelle, an der später die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit stand, befand sich einst eine kleine Holzkirche. Sie wurde 1370 durch eine dem heiligen Ludwig geweihte gotische Steinkirche ersetzt. Diese Kirche riss man im 17. Jahrhundert ab; lediglich ihr quadratischer Steinturm blieb erhalten. Der Regionalforscher Jaroslav Vít vermutet, dass der Turm ursprünglich Bestandteil eines befestigten Herrensitzes war.
Zu jener Zeit breitete sich dank der Familie von Zedtwitz der Protestantismus im Ascher Land aus. Am 1. Mai 1622 begann auf den Fundamenten der ehemaligen St.-Ludwigs-Kirche der Bau einer neuen spätrenaissancezeitlichen evangelischen Kirche. 1682 erhöhte man den Turm um ein oktogonales Geschoss mit Zwiebelhaube. Zwischen 1747 und 1749 wurde die Kirche vollständig im Barockstil umgebaut. Danach verfügte sie über 2.500 Sitzplätze und konnte insgesamt bis zu 4.000 Menschen aufnehmen.
Im Jahr 1911 erwarb der Ascher Industrielle und Wohltäter Gustav Geipel für die Kirche die damals größte Orgelanlage Mitteleuropas mit 4.318 Pfeifen. Während des Ersten Weltkriegs wurden die Glocken für Kriegszwecke beschlagnahmt; 1921 weihte man neue, in die Kirche eingebrachte Glocken. 1958 begann eine umfassende Renovierung einschließlich des Innenraums. Nur zwei Jahre später, am 19. Januar 1960, zerstörte jedoch ein Großbrand die Kirche. Ausgelöst wurde er durch die Explosion eines Trockenofens. Zeugen zufolge war der Feuerschein bis in die grenznahen deutschen Dörfer zu sehen. Damit ging das bedeutendste Baudenkmal von Asch verloren.
Die Umfassungsmauern und Reste des Turms blieben noch mehrere Jahrzehnte stehen. Zunächst wurden 1973 die Kirchenmauern abgetragen. 1987 beseitigte man auch die übrige Bausubstanz, weil der damalige Flächennutzungsplan an dieser Stelle eine Verbindungsstraße zwischen der Hlavní- und der Studentská-Straße vorsah. Die Straße wurde nie gebaut, sodass der Abriss der Ruine unnötig gewesen war. 2004 legte man die Fundamente der Kirche frei und gestaltete sie zu einer Gedenkstätte. Historische Fotografien und Gemälde veranschaulichen hier das einstige Aussehen der Kirche; die vorletzte Darstellung stammt aus dem 19., die letzte aus dem 16. Jahrhundert.
Quelle: https://pamatkovykatalog.cz/kostel-nejsvetejsi-trojice-13237804 ↗
Quelle: Bildungstafel
Quelle: https://cs.wikipedia.org/wiki/Kostel_Nejsv%C4%9Bt%C4%9Bj%C5%A1%C3%AD_Trojice_(A%C5%A1) ↗
Quelle der letzten beiden Gemälde: https://cs.wikipedia.org/wiki/Kostel_Nejsv%C4%9Bt%C4%9Bj%C5%A1%C3%AD_Trojice_(A%C5%A1)
Einst eine prachtvolle Kirche, von der heute nur noch die Grundmauern und einige Grabsteine erhalten sind.
Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska













