Die Geschichte dieses Ortes
Der Schöpfer, die Entstehungszeit und der Anlass dieses Sühnekreuzes sind unbekannt; entsprechend ranken sich Geheimnisse und Legenden um das Denkmal. Einer Überlieferung zufolge wurde es über dem Grab eines schwedischen Offiziers errichtet. Eine andere berichtet, hier hätten zwei Mädchen mit Sensen aufeinander eingeschlagen, wobei eines von ihnen ums Leben kam.
Mit der Zeit geriet das Kreuz in Vergessenheit, doch 1937 wurde es wiederentdeckt und an seinem ursprünglichen Standort aufgerichtet. Der Forscher A. Weldary führte dort damals Grabungen bis in sechs Meter Tiefe durch und widerlegte damit die Überlieferung vom schwedischen Offizier.
Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkriegs lag das Kreuz im gesperrten Grenzgebiet. Grenzsoldaten benutzten es als Zielscheibe; deutlich sichtbare Einschussstellen zeugen noch heute davon.
Das 110 Zentimeter hohe, 83 Zentimeter breite und 20 Zentimeter starke Sühnekreuz ist daher nicht nur ein Zeugnis der Vergangenheit, sondern auch ein Symbol der Erneuerung. Es erinnert daran, wie historische Relikte heutige Bemühungen um die Bewahrung des Kulturerbes anregen können.
Quelle: http://smircikrize.euweb.cz/CR/Cheb/As.html ↗
Ein interessantes Sühnekreuz unweit der Staatsgrenze.
Eindrücke vom Besuch · Miroslav Vytiska




