Seit Beginn des Großen Krieges sind viele heilige Männer und Frauen in die Hände der Ketzer gefallen. Nur wenige kehrten zurück, und noch weniger blieben vom verderblichen Einfluss der Hölle verschont.
Über die wahre Identität der ermordeten Heiligen, deren unsterbliche Gestalt, gekleidet in eine prächtige sterbliche Maske, von den Stigmatikerinnen verehrt wird, kursieren viele Gerüchte. Manche behaupten, sie sei von ketzerischen Legionen gefoltert und durch Gottes Gnade am Leben erhalten worden. Andere sagen, es sei ihr Verlangen nach Rache gewesen, das sie zurückgebracht habe, um diejenigen zu bestrafen, die sich auf Kosten der Gläubigen bereichern.
Man sagt, sie erscheine als Antwort auf die Gebete verzweifelter Soldaten, die gefangen genommen wurden und denen die Hinrichtung bevorsteht. Sie schreitet anmutig über vergossenes Blut und Stacheldraht hinweg, ohne dass ihre Füße den Boden berühren. Mit ihrer sanften Stimme flüstert sie Segnungen, die die Rüstungen der Ketzer in qualvolle Ströme glühenden Metalls schmelzen lassen und die Patronen in ihren Magazinen entzünden. Ebenso plötzlich verschwindet sie wieder und hinterlässt den Duft von Sandelholz und winzige Flocken aus Blattgold, die vom Himmel herabfallen.
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