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Der Höllenritter

„Dein Herz ist wegen deiner Schönheit hochmütig geworden, und deine Weisheit hast du wegen deiner Pracht zunichte gemacht. Darum habe ich dich zu Boden gestürzt und dich zum Schauspiel vor den Königen gemacht.“

— Das Buch Hesekiel

Die stillen Banner der Hölle, die herbeigerufen werden, wenn der Hof der siebenköpfigen Schlange nach Unterhaltung verlangt, bestehen aus Höllenrittern. Ihre ewig brennenden Banner wehen, wenn sie in den Krieg ziehen und die Befehle ihrer Herren ausführen. Sie sind die Fahnenträger der hohen Herren des Hofes und die Champions, die gegen törichte Sterbliche vorgehen, die es wagen, die Jagdgruppen des Adels der Schlange herauszufordern.

Ketzereipriester flüstern, dass diese Höllenkrieger einst niedere gefallene Engel oder mächtige sterbliche Champions waren, die in die Teufelei erhoben wurden, nur um von ihren Herren wegen einer tatsächlichen oder vermeintlichen Beleidigung verflucht zu werden. Aus den brennenden Palästen der Hölle verbannt, wurde die alabasterne Architektur ihrer Körper verdreht, tausendfach gefaltet und in ihren einst prächtigen Rüstungen begraben, die nun ihr ewiges Gefängnis sind.

Der Blick auf den Körper im Inneren ist ein Blick auf das absolute Grauen des göttlichen Körpers, der jenseits aller Vorstellungskraft entstellt ist. Leuchtende Augen, ein Mund, der Gotteslästerungen ausspricht, und pulsierende innere Organe, die vor sich hin stammeln und schreien – all das zusammengepresst in einen Raum, der kaum ein Zehntel ihrer ursprünglichen Gestalt ausmacht. Trotz der Verkleinerung ihrer Gestalt bleibt ihr unermesslicher Stolz ungebrochen, und sie dulden keinerlei Unverschämtheit seitens der armseligen Sterblichen, die ihnen dienen.

Einst kannten sie das Geheimnis der Schöpfung, doch nun sind ihre Gedanken von endlosen, blutroten Träumen erfüllt. Ihre Gedanken sind zu einem einzigen, gezackten Prisma mörderischer Besessenheit zermalmt. Ihre Körper werden von der Kälte der irdischen Welt gequält, die sie ertragen müssen, so wie Menschen in den Flammen der Hölle leiden. Sie sind nach wie vor mächtig, doch sie sind nur noch Schatten ihres einst so erhabenen Ruhmes. Dennoch sind sie für einen sterblichen Soldaten furchterregende und unerbittliche Feinde.

Sie beherrschen uralte und unheilvolle Waffen: große Schwerter, Streitäxte und Arkebusen, die von Schmieden tief im Inneren der Festung ihres dämonischen Herrn geschmiedet wurden. Auch wenn solche Waffen den Sterblichen archaisch erscheinen, sind sie selbst für die modernsten Waffen aus den Schmieden von Neu-Antiochia oder den Laboren des Hauses der Weisheit ein mehr als ebenbürtiger Gegner.

Auf ihren Helmen tragen sie das Siegel des großen Dämonengeistes, dem sie dienen, und um sie herum schweben furchterregende Leichenkerzen, die als Kanäle für goetische Magie dienen.


Quelle:https://www.trenchcrusade.com/lore/

Der Höllenritter
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