Die Jäger des linken Pfades streifen durch die urzeitlichen Gefilde der Hölle, wo sie schreckliche Bestien jagen. Sie vollziehen abscheuliche Zaubersprüche und zerlegen die noch lebenden Körper ihrer Opfer, um aus Blut und Eingeweiden Zeichen und Vorzeichen zu deuten.
Sie folgen verborgenen Pfaden, geheimen Kraftlinien, die uralte Heiligtümer und urzeitliche Ruinen miteinander verbinden, die in der krebsartigen, quälenden Wildnis der Hölle fortbestehen. Die Jäger streifen durch die Trümmer des Königreichs, an Orten längst vergessener Schlachten und in Reichen der Legenden, die den Schriftgelehrten und Kartographen der Hölle entgangen sind.
In einsamen Ritualen bringt der Jäger vor diesen vergessenen Heiligtümern schreckliche Opfer dar, verbeugt sich und huldigt geheimnisvollen Wesen mit unfassbarer Macht – Wesen, die einst Furcht einflößten und deren Namen im Laufe der Zeit verloren gingen, sogar im Gedächtnis der Erzengel.
Um sich zu bewaffnen, führen die Jäger an ihrer linken Schulter schreckliche Rituale durch, bei denen sie Nägel aus höllischem Eisen – einem schwarzen Metall, das in den Schmieden des Pandämoniums hergestellt wird – in ihr Fleisch hämmern. Ihr linker Arm verformt sich zu unheilvollen Gestalten und nimmt oft die Gestalt eines mächtigen Jagdbogens an, der Pfeile abschießt, die aus dem befleckten Blut der Jäger gefertigt sind. Diese aus Blut geschmiedeten Pfeile dienen vielen Zwecken, beispielsweise dazu, die Beute sofort zu töten, sie zu lähmen oder sie zu zwingen, Visionen ihres eigenen Todes zu erleben.
Sie tragen die blasse Haut der sternenartigen, prophezeienden Bestien, die in großen Herden über die brennenden Ebenen der Hölle streifen. Die Augen der Propheten bleiben auch nach ihrem Tod lebendig und wachen ewig über ihren neuen Herrn, der ihre Haut wie einen Mantel trägt.
Wenn Dämonen in den Krieg auf der Erde gerufen werden, können sie nur hoffen, dass die Jäger ihren Aufruf annehmen, denn diese einsamen Krieger und Jäger befolgen Befehle nicht immer. Sie ziehen die Einsamkeit der verfluchten Wildnis der Hölle vor, wo sie über deren abscheuliche Erhabenheit nachsinnen können und die Befehle der Fürsten der Hölle höchstens als Empfehlungen betrachten.
Gelingt es, jemanden davon zu überzeugen, sich der Jagd des Hofes auf der Erde anzuschließen, kann er sich in den Weiten des Niemands ebenso mühelos bewegen wie in den Ödländern der Hölle. Die Kraftlinien der Hölle, die sich in der gefallenen Welt der Schöpfung widerspiegeln, ermöglichen es den Jägern, sich in jedem Gelände fehlerfrei zu bewegen, ideale Orte für Hinterhalte zu finden und in schattigen Bereichen zu verschwinden, in denen die Barrieren zwischen den Welten schwach sind.
Als Meister der Jagd und der Gefangennahme tödlicher Beute bringen sie ihre Opfer den Adligen der Hölle dar oder setzen sie unbeschreiblichen Qualen aus, um die tödlichsten goetischen Zaubersprüche zu verstärken. Als weitere Waffe nutzen sie die Folterkette, einen bösen Haken, der an einer Stachelkette befestigt ist, die sich bei Kontakt mit dem Körper verlängert und windet, das Ziel erfasst und es unerbittlicher Qual aussetzt, ihm jedoch selten die Gnade des Todes gewährt. Der Jäger verspottet das Schicksal seiner Beute, während er sie in die Knechtschaft am Hof schleppt, wo ihre Qualen und ihr Leid dazu genutzt werden, die höllische Magie ihrer neuen Herren zu verstärken.
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