Sie haben viele Namen: Geistige Wölfe, Geheime Messer, Listige Vipern, der Zorn des Sultans. Wie auch immer man sie nennen mag – die Hassaschinn des Sultanats jagen selbst den Mutigsten Schrecken ein.
Die Hashashin sind ein legendärer Orden mystischer Krieger, der weltweit für seine esoterischen Künste und seine Gnadenlosigkeit bekannt ist. Auf dem Gipfel eines unzugänglichen Berges thront die aus Onyx erbaute Festung Alamut, die „Uneinnehmbare“. Hinter ihren schattigen Mauern verbergen alte Magier große Geheimnisse. Manche sagen, dass der Gründer des Ordens der Haschischin, Rashid ad-Din Sinan, bekannt als der Alte Mann vom Berg, noch immer hier residiert. Das ist natürlich ein absurder Aberglaube, denn das würde bedeuten, dass er fast achthundert Jahre alt ist.
Obwohl die ismaelitische Sekte der Hassaschin von vielen in den Ländern hinter der Eisernen Mauer als ketzerisch angesehen wird, sorgt der zwischen dem Sultan und dem Berg geschlossene Vertrag dafür, dass die Kriegstreiber der Gläubigen oft einen dieser besten Killer in ihren Reihen haben.
Die Hashashin sind in der Lage, Raum und Zeit mithilfe heiliger Rituale und starker Halluzinogene, die von den Magiern des Ordens entdeckt wurden, zu verzerren. Mit dieser esoterischen Kraft schleichen sie sich hinter die feindlichen Linien und jagen ihre Ziele mit gnadenloser Effizienz. Sie können scheinbar an zwei Orten gleichzeitig erscheinen, den Feind mit überraschender Geschwindigkeit angreifen und dann einige Herzschläge in der Zeit zurückreisen, sicher außerhalb der Reichweite jeglicher Vergeltungsmaßnahmen.
Sie tun dies im Dienste ihres Sultans, dessen Feinde sie durch einen rituellen heiligen Mord vernichten sollen. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, werden die Haschischine mithilfe zahlreicher starker Salben, Chemikalien und Tränke auf schmerzhafte Weise verwandelt. Sie sind viel größer als normale Menschen und um ein Vielfaches schneller und stärker.
Obwohl die Hashashin mit allen Arten von Waffen vertraut sind, bevorzugen sie vergiftete Klingen, die in den unbekannten Tiefen von Alamut geschmiedet wurden. Diese Waffen sind mit dem mächtigsten Gift getränkt: dem Milch von Manat, auch bekannt als „Kelch des Todes“. Schon die bloße Berührung dieser Klingen mit einem ungeschützten Körper bedeutet den sicheren Tod, denn der Körper des Opfers verfärbt sich schwarz und verfault innerhalb weniger qualvoller Sekunden von innen heraus.
In unterirdischen Kammern tief unter der Erdoberfläche werden Generationen junger Hashashin aufgezogen, die mit widerwärtiger, bitterer Nahrung gefüttert werden, die reich an seltsamen Giftstoffen ist. Generation für Generation wächst ihre Toleranz, bis das Blut dieser willigen Träger entnommen und zu giftigem Eisen geschmolzen wird. Das Eisen wird zu unheilvollen, geschwungenen Klingen geschmiedet, und tödliche Zauber des Tötens werden in jede Falte des giftigen Metalls eingebettet. Schließlich werden die glühenden Klingen mit dem Gift eines blassen, unnatürlichen Nachkommens von Basilisken und Mantikoren abgekühlt. So lebt das Blut der ersten Generation von Mördern bis heute weiter und wird mit jeder Generation stärker.
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